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Cleverer Senior (91) entlarvt Telefonbetrüger bei Ansbach

Ein 91-Jähriger aus Ansbach hat Telefonbetrüger mit einer cleveren Taktik ausgetrickst. Statt auf die Masche hereinzufallen, spielte er den ahnungslosen Senior – und alarmierte heimlich die Polizei. Der Fall zeigt, wie perfide falsche Polizisten vorgehen und wie wichtig Wachsamkeit ist.

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Foto: NF24 / KI

In Ansbach (Mittelfranken) hat ein 91-jähriger Mann einen versuchten Betrug durch falsche Polizisten erfolgreich vereitelt – und damit maßgeblich zur Festnahme eines mutmaßlichen Komplizen beigetragen. Der Fall zeigt einmal mehr die verbreitete Masche der Telefonbetrüger, die gerade ältere Menschen gezielt ins Visier nehmen.

Betrüger geben sich als Polizei aus

Die Betrüger riefen den 91-Jährigen telefonisch an und gaben sich am Telefon als Polizisten aus. Solche Anrufe folgen häufig dem Muster, dass den Angerufenen eine angebliche Gefahr für Angehörige oder ein erfundenes rechtliches Problem vorgegaukelt wird – in der Hoffnung, sie zur Übergabe von Geld oder Wertgegenständen zu bewegen.

Der Senior durchschaut den Plan jedoch schnell und beschloss, das Spiel mit List zu drehen. Er verstellt bewusst seine Stimme, stottert und gibt sich am Telefon absichtlich „alt und hilflos“, um die Täter zu ködern. Zusätzlich erfand er die Geschichte, er habe Goldmünzen zuhause, die er gerne herausgeben würde.

Polizei informiert und Täter gestellt

Während das Gespräch weiterlief, alarmierte der clevere Rentner die echte Polizei. Wenige Minuten später tauchte tatsächlich ein 17-jähriger Jugendlicher auf, offenbar als Abholer für die angeblichen Wertgegenstände. Die Polizei nahm den Jugendlichen fest und übergab ihn im Anschluss seinen Eltern. Gegen ihn wird weiterhin wegen versuchten Betrugs ermittelt.

Betrugswarnungen nehmen zu

Der Vorfall reiht sich in eine Serie ähnlicher Betrugsversuche in der Region ein, bei denen ältere Menschen am Telefon unter Druck gesetzt werden. In einem anderen Fall verlor ein 83-jähriger Ansbacher kürzlich mehr als 70.000 Euro, nachdem ihm am Telefon vorgegaukelt worden war, er müsse eine Kaution für einen angeblichen Unfall seiner Tochter zahlen. Das zuständige Fachkommissariat der Kriminalpolizei Nürnberg ermittelt in solchen Fällen und warnt eindringlich vor der Masche.

Die Polizei weist darauf hin, dass echte Ermittlungsbehörden niemals telefonisch Geld oder Wertgegenstände verlangen und rät, bei verdächtigen Anrufen sofort aufzulegen und die Polizei direkt über den Notruf 110 zu kontaktieren.

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bh
Quellen: bild.de