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Drama in JVA Burg – 24-Jährige stirbt bei Intimbesuch im Gefängnis, wichtige Fragen bleiben unbeantwortet

Eine junge Frau stirbt bei einem Intimbesuch in der JVA Burg – der Häftling hätte nur einen Knopf drücken müssen. Warum das nicht geschah, sorgt nun für Diskussionen hinter Gittern.

Es sollte ein intimer Moment zwischen zwei Menschen sein – doch am Ende steht eine Tragödie: In der Justizvollzugsanstalt (JVA) Burg in Sachsen-Anhalt ist eine 24-jährige Frau bei einem sogenannten „Besuch unter vier Augen“ ums Leben gekommen.

Die Frau befand sich mit ihrem Partner, einem Häftling, in einer der sogenannten „Liebeszellen“ – einem speziellen Raum, in dem Gefangene intime Stunden mit Ehepartnern oder Lebensgefährten verbringen dürfen. Doch was als kurzer Ausbruch aus dem Gefängnisalltag gedacht war, endete in einem Drama mit tödlichem Ausgang.

Die zentrale Frage: Warum wurde der Notfall-Knopf nicht gedrückt?

Laut internen Ermittlungen der JVA soll sich der Notfall im Verlauf des Besuchs ereignet haben. Die junge Frau soll nach offiziellen Angaben plötzlich das Bewusstsein verloren haben – Reanimationsversuche blieben erfolglos.

Brisant: In jeder dieser Besucherzellen gibt es einen Notfall-Knopf, mit dem Häftlinge sofort Alarm schlagen können, wenn medizinische Hilfe benötigt wird. Doch dieser wurde nicht betätigt – weder von der Frau noch vom Inhaftierten.

Warum? Diese Frage beschäftigt jetzt nicht nur die Behörden, sondern auch die Öffentlichkeit.

Häftling schweigt – Obduktion läuft

Der Mann, der wegen Drogendelikten einsitzt, hat sich bisher nicht konkret zum Geschehen geäußert. Laut JVA schweigt er über den genauen Ablauf. Eine rechtsmedizinische Untersuchung wurde eingeleitet, um die Todesursache der Frau genau zu klären.

Ersten Erkenntnissen zufolge gebe es jedoch keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen. Vielmehr wird ein medizinischer Notfall vermutet – möglicherweise ein Kreislaufkollaps, ein plötzlicher Herzstillstand oder Drogenkonsum im Vorfeld.

War es Fahrlässigkeit oder Schock?

Die Tatsache, dass der Notruf nicht ausgelöst wurde, wirft viele Fragen auf. War der Häftling im Schockzustand? Oder wollte er die Situation erst selbst klären?

Ein Insider aus dem Justizvollzug sagt:

💬 „Manche Häftlinge zögern, den Knopf zu drücken, weil sie Angst vor Konsequenzen haben oder weil sie den Ernst der Lage nicht erkennen.“

Justizministerium reagiert – Besuchsregelungen auf dem Prüfstand

Nach dem tragischen Vorfall kündigte das Justizministerium Sachsen-Anhalt eine umfassende Überprüfung der Besuchsregelungen in Liebeszellen an. Auch das Personal soll in Zukunft verstärkt für Notfallsituationen sensibilisiert werden.

Ob technische Änderungen geplant sind – etwa automatische Vitalzeichenkontrollen oder regelmäßige Checks – ist bislang unklar.

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rb