Bei einer Schießerei im jüdischen Viertel von Montréal sind drei Menschen gestorben, darunter ein Polizist. Die Polizei hat einen Verdächtigen erschossen und die Anwohner aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben. Die Hintergründe des Vorfalls sind noch unklar.
Drei Menschen sterben bei Schießerei in Montréal – Polizistin verletzt

Bei einer Schießerei im Stadtteil Côte-des-Neiges in Montréal verloren drei Personen ihr Leben. Dies wurde von der örtlichen Polizei bestätigt.
Polizei gibt Entwarnung
Die Anwohner wurden angewiesen, in ihren Wohnungen zu bleiben, während die Sicherheitskräfte im Einsatz waren. Polizeichef Fady Dagher teilte mit, dass die Bedrohung nun neutralisiert sei. „Wir haben einen Verdächtigen, und dieser wurde erschossen“, sagte er. Eine Polizistin, die während des Vorfalls verletzt wurde, befindet sich jedoch nicht in Lebensgefahr.
Details zum Vorfall
Die Polizei erhielt Hinweise von einem Zeugen, der eine Person mit einem Gewehr beobachtet hatte. In der Folge wurde die nahegelegene Stadtautobahn gesperrt. Ein umfangreiches Polizeiaufgebot rückte an, um die Situation unter Kontrolle zu bringen.
Unklarheit über Motiv und Hintergründe
Zu den genauen Umständen des Vorfalls wurden bisher keine Informationen veröffentlicht. Auch das Motiv des mutmaßlichen Täters bleibt bislang unklar. Im Stadtteil gibt es eine Vielzahl von koscheren Restaurants und Supermärkten, was die Situation besonders sensibel macht.
Das Zentrum für Jüdische und Israelische Angelegenheiten (Cija) erklärte, dass die Sicherheit der Gemeinschaft höchste Priorität habe. Die Mitglieder wurden aufgefordert, den Anweisungen der Polizei Folge zu leisten.
Politische Reaktionen
Montréals Bürgermeisterin Soraya Martinez Ferrada sprach den Hinterbliebenen des im Dienst getöteten Polizisten ihr Beileid aus. Auch Québecs Premierministerin Christine Fréchette betonte die Wichtigkeit, den Behörden die Möglichkeit zu geben, ihre Ermittlungen durchzuführen, und warnte vor unüberlegten Spekulationen.
Der jüdische Rettungsdienst Zaka berichtete, dass der Vorfall in der Nähe eines Chabad-Zentrums stattfand und möglicherweise als Anschlag gewertet werden könnte. Eine Bestätigung dieser Information seitens der kanadischen Polizei steht noch aus.
Quellen: web
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