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Ermittler rollen Fall um getötetes Neugeborenes auf: Reihentest für 1.500 Frauen

Ein erschütternder Fall um ein getötetes Neugeborenes beschäftigt die Ermittler erneut. Jetzt soll ein groß angelegter Reihentest mit 1.500 Frauen endlich Licht ins Dunkel bringen.

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Ungelöste Kriminalfälle verjähren bei vollendeten Tötungsdelikten in Deutschland nicht, doch nur selten greifen Behörden nach anderthalb Jahrzehnten zu derart großangelegten Fahndungsmaßnahmen. Altfälle von getöteten Neugeborenen stellen Ermittler regelmäßig vor außergewöhnliche Hürden, insbesondere wenn molekulargenetische Datenbanken über lange Zeiträume hinweg keine Übereinstimmung liefern. Um ein Verbrechen auch nach vielen Jahren aufzuklären, bleiben kriminaltechnische Reihenuntersuchungen eines der wirksamsten Instrumente der Rechtsmedizin und der Mordkommissionen.

Gewaltsamer Säuglingstod am Vorabend von Heiligabend 2011

Der Ursprung dieses Cold Case reicht in das Jahr 2011 zurück. Einen Tag vor dem Heiligen Abend machten Spaziergänger in einem Garagenkomplex in Potsdam-West eine grausige Entdeckung: Sie fanden einen leblosen Säugling, der in ein Handtuch gewickelt war. Die anschließenden Untersuchungen der Rechtsmediziner ergaben, dass das kleine Mädchen bei seiner Geburt lebensfähig war, jedoch eindeutige Spuren von Gewalteinwirkung aufwies. Die zuständigen Mordermittler gaben dem getöteten Kind daraufhin den Namen Victoria, um dem namenlosen Opfer eine Identität zu verleihen.

Seit dem Fund fehlt von der leiblichen Mutter jede Spur. 15 Jahre nach dem Verbrechen unternimmt die Brandenburger Kriminalpolizei nun einen erneuten Vorstoß, um die Hintergründe der Tat aufzudecken. Dafür werden rund 1.500 Frauen offiziell dazu aufgerufen, Ende November freiwillig eine Speichelprobe für einen DNA-Abgleich abzugeben.

Gezielte Auswahlkriterien für die DNA-Reihenuntersuchung

Die Auswahl der anzuschreibenden Personen erfolgte nach streng eingegrenzten Kriterien der Kriminalpolizei. Im Fokus stehen Personenkonstellationen mit unmittelbarem räumlichem oder zeitlichem Bezug zum damaligen Tatort:

  • Alter: Das Alter der Frauen im Dezember 2011, das eine Mutterschaft biologisch ermöglicht hätte
  • Wohnort: Der damalige gemeldete Wohnsitz im räumlichen Einzugsgebiet des Garagenkomplexes
  • Ortsbezug: Ein nachweisbarer zeitlicher Bezug zum Potsdamer Untersuchungsgebiet

Laut behördlichen Angaben werden auch Personen kontaktiert, die ihren Wohnsitz im Laufe der vergangenen Jahre in andere Bundesländer verlegt haben. Die Behörde betonte dazu:

„Die Auswahl der Frauen erfolgt anhand ihres Alters, ihres damaligen Wohnortes beziehungsweise ihres zeitlichen Bezugs zum Untersuchungsgebiet.“

Belohnung ausgesetzt: Suche nach Hinweisen läuft weiter

Der aktuelle Aufruf ist nicht der erste Versuch, das Verbrechen aufzuklären. Bereits im Verlauf der bisherigen Ermittlungen glichen Kriminaltechniker die Speichelproben von mehr als 2.000 Frauen mit dem am Fundort gesicherten genetischen Material ab – bislang ohne einen Treffer zu erzielen. Parallel dazu veröffentlichten die Behörden ein neues Fahndungsplakat. Ein Zeugenaufruf unterstreicht die Entschlossenheit der Beamten:

„Auch nach dieser langen Zeit gibt die Polizei die Suche nach der Mutter des Babys nicht auf.“

Für sachdienliche Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, bleibt eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt.

Ausblick auf das Testverfahren im November

Die Kriminalisten setzen darauf, dass eine rege Teilnahme der angeschriebenen Frauen den Ermittlungen neue Impulse verleiht. Der Reihentest dient insbesondere dem Zweck, unschuldige Frauen rechtssicher als mögliche Mutter auszuschließen und so den Kreis der Tatverdächtigen systematisch einzuengen. Die Speichelproben können an zwei festgelegten Tagen im November direkt in der Potsdamer Zeppelin-Grundschule abgegeben werden. Alternativ steht es den Betroffenen offen, telefonisch einen individuellen Ausweichtermin mit den Ermittlungsbehörden zu vereinbaren.


Quellen: n-tv, tagesschau

Bildquelle: Shutterstock

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

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