In einem Jugendzentrum in Niedersachsen ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen eines mutmaßlichen Missbrauchsfalls. Drei Jugendliche sollen ein 14-jähriges Mädchen missbraucht und gefilmt haben. Die Mutter berichtet von einer alarmierenden Videoverbreitung und kritisiert die Untätigkeit der Veran…
Erneut schwere Vorwürfe im Jugendzentrum: Ermittlungen wegen Missbrauchs gegen Jugendliche

Berlin/Zeven – Eine 43-jährige Mutter ist erschüttert, nachdem sie von einem mutmaßlichen Vergewaltigungsfall in einem Neuköllner Jugendzentrum erfahren hat. Die Berichterstattung über die Vorfälle erinnert sie an die schockierenden Umstände, die auch ihre Tochter betreffen. Sie beschreibt die späte Reaktion der Verantwortlichen, die Unverfrorenheit der mutmaßlichen Täter und das verstörende Video, das im Umlauf ist.
Missbrauchsfall in Niedersachsen
Der zweite Vorfall, der in einem kommunalen Jugendzentrum stattfand, ereignete sich in einer kleinen Gemeinde nahe Zeven in Niedersachsen. Zunächst blieb der Vorfall unbemerkt, bis ein Zufall ihn ans Licht brachte. Die Mutter entdeckte ein verstörendes Video auf dem Handy ihrer Tochter, das zeigt, wie ein Mädchen von einem Jungen festgehalten wird. Ihre Tochter reagierte entsetzt und beteuerte: „Keine Ahnung! Das bin ich nicht!“
Schockierende Enthüllungen
Einige Tage später schrieb die Tochter in einer WhatsApp-Nachricht an ihre Mutter: „Dann haben die das alle bei mir gemacht und auch extra die Tür abgeschlossen und Musik angemacht, damit man nichts hört.“ Die mutmaßlichen Täter sind drei Jugendliche im Alter von 15, 16 und 18 Jahren.
Unzureichende Reaktion der Betreuer
Vor dem Jugendzentrum sollen andere Jugendliche lautstark gewesen sein, während der Betreuer angeblich nichts mitbekam. Später zeigte das Mädchen ihm einen Schwangerschaftstest. Laut der Mutter informierte der Betreuer weder die Eltern noch die Polizei und berief sich auf seine Schweigepflicht, die Experten zufolge in solchen Fällen nicht greift.
Verbreitung des Videos
Eine Woche nach dem Vorfall erfuhr das Mädchen von der Verbreitung der Aufnahmen. Sie berichtete ihrer Mutter: „Überall geht dieses Video rum. Ich wurde auch im Freibad von zwei Mädchen angesprochen, dass wohl schon öfter was passiert ist.“ Die Gymnasiastin hat ihre Aussagen auf sieben DIN-A4-Seiten für die Polizei dokumentiert. Die vorläufigen Ermittlungsergebnisse wurden bereits an die Staatsanwaltschaft Stade übermittelt, die den Fall als prioritär einstuft. Ein Ergebnis wird jedoch frühestens in zwei Monaten erwartet.
Die Auswirkungen auf die Familie
Die Vorfälle haben das Leben der Familie stark beeinträchtigt. Die Mutter äußert: „Im ganzen Dorf und in der Schule ist die Geschichte rum. Meine Tochter geht nirgendwo mehr hin. Ich möchte ihr ein Zeichen geben: DU hast keine Schuld.“ Sie berichtet von mangelnder Unterstützung und Hilfe von Seiten der Gemeinde und der Kirche.
Verantwortung der Gemeinde
Das Jugendzentrum wird von der evangelischen Kirche und der Gemeinde Gnarrenburg betrieben. Laut der Mutter soll auch der Bürgermeister über die Vorfälle informiert gewesen sein. Ein Gespräch mit ihm war kurzfristig nicht möglich. Die Mutter beschreibt die Situation: „Wir kämpfen gegen Windmühlen. Die Gemeinde, die Kirche, alle schweigen es tot, als sei nichts passiert. Nur wir als Familie werden es niemals vergessen können. Es wird uns immer begleiten.“
Identität der mutmaßlichen Täter
Die Schülerin sieht den mutmaßlichen Täter, der sie per Snapchat ins Jugendzentrum gelockt haben soll, häufig, da er die Berufsschule gegenüber besucht. An den Taten sollen ein 18-jähriger Iraner mit einer umfangreichen Akte beim Jugendamt und ein 15-jähriger Syrer beteiligt gewesen sein, der laut der Mutter angab, gezwungen worden zu sein, mitzumachen.
Forderungen der Mutter
Die Mutter fordert, dass die mutmaßlichen Täter zur Rechenschaft gezogen werden und dass ihre Tochter mit erhobenem Kopf durch die Gemeinde gehen kann, ohne Scham oder Angst. Im betroffenen Jugendzentrum wurden mittlerweile die Türen des Tatorts entfernt, jedoch gab es bisher keine weiteren Maßnahmen zur Transparenz.
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Bildquelle: Pimvantend via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)








