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Europaweite Ermittlungen nach Betrug mit gefälschten Mobilgeräten

Eine europaweite Razzia gegen eine kriminelle Organisation, die gefälschte Handys verkauft hat, führt zu einem geschätzten Schaden von 300 Millionen Euro. In 19 Ländern, darunter Deutschland, wurden mehrere Verdächtige festgenommen und umfangreiche Beweismittel sichergestellt.

300 Millionen Euro Schaden: Europaweite Razzia wegen Betrugs mit Mogel-Handys
Foto: Presseportal.de

Ermittlungen gegen Betrug mit gefälschten Mobilgeräten führen zu europaweiten Maßnahmen

Was als Nächstes zu erwarten ist, sind mögliche rechtliche Konsequenzen für eine kriminelle Organisation, die in Deutschland gefälschte Mobiltelefone verkauft haben soll. Ermittler haben herausgefunden, dass den Käufern der Eindruck vermittelt wurde, sie erwarben neue Geräte, die in Wirklichkeit aus gebrauchten Teilen zusammengesetzt waren. Diese Machenschaften ziehen nun weitreichende Folgen nach sich.

In 19 Ländern, darunter Deutschland, wurden umfassende Razzien durchgeführt, die auf den Verdacht eines großangelegten Betrugs mit online verkauften Mobiltelefonen zurückgehen. Laut der Europäischen Staatsanwaltschaft (EUStA) beläuft sich der Schaden für die Verbraucher in der Europäischen Union auf mindestens 300 Millionen Euro. Schätzungen zufolge sind weit über eine Million Handys auf diese Art und Weise verkauft worden.

Insbesondere wurden den Kunden Geräte angeboten, die aus gebrauchten Komponenten in Hongkong und den Vereinigten Arabischen Emiraten hergestellt wurden. Diese Geräte wurden anschließend gereinigt, neu verpackt und in die Niederlande transportiert, bevor sie in Lagerhäuser in Deutschland gelangten.

Durchsuchungen in Deutschland und anderen EU-Ländern

Die Verdächtigen sollen zudem über Briefkastenfirmen in verschiedenen EU-Staaten und der Schweiz eine Steuerumgehung betrieben haben, was zu einem geschätzten Mehrwertsteuerausfall von etwa 30 Millionen Euro in mehreren EU-Ländern führte, darunter mindestens 25 Millionen Euro in Deutschland. Die betreffenden Unternehmen versteuerten nur die Gewinnmargen, anstatt den Gesamtverkaufspreis zu deklarieren, was gegen geltendes Recht verstößt.

Rund 1770 Beamte aus den Bereichen Steuer, Zoll und Polizei waren an der Razzia beteiligt, wobei Nordrhein-Westfalen im Fokus stand. In Krefeld wurde eine Lagerhalle durchsucht, in der sich schätzungsweise zwischen 10.000 und 15.000 Handys befanden.

Die Maßnahmen wurden nicht nur in Deutschland, sondern auch in Ländern wie Österreich, Belgien, Bulgarien, Kroatien, Zypern, Estland, Finnland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Polen, Portugal, Rumänien, der Slowakei, Spanien, der Schweiz und den Niederlanden durchgeführt. Im Vereinigten Königreich wurde zudem eine Zeugin vernommen und zahlreiche digitale sowie analoge Beweismittel sichergestellt.

Festnahmen und laufende Ermittlungen

Am vergangenen Samstag wurden bereits sieben Verdächtige festgenommen, darunter vier in Deutschland, zwei in Österreich und eine Person in Spanien. Zu den Festgenommenen gehören auch die mutmaßlichen Führer der kriminellen Organisation.

Die EUStA leitet die Razzia in enger Zusammenarbeit mit dem Zollfahndungsamt Essen, dem Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität Nordrhein-Westfalen (LBF NRW) und der Polizei Düsseldorf. Die laufenden Ermittlungen beziehen sich auch auf Vorwürfe des Schmuggels, Verstöße gegen das Markenrecht und die Bildung einer kriminellen Vereinigung. Die EUStA verfolgt Delikte, die die finanziellen Interessen der EU betreffen, einschließlich Mehrwertsteuerbetrug und den Missbrauch von Fördergeldern.


Quellen: n-tv, t-online

Bildquelle: Foto: Presseportal.de

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

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