Startseite Schlagzeilen

Hagel sorgt für Massenkarambolage auf Autobahn – Mann in Lebensgefahr

Damit konnte niemand rechnen: Ein heftiger Hagelschauer und eine spiegelglatte Straße verwandelte die Autobahn zu einem Ort des Schreckens – Massencrash, Verletzte und eine Reanimation.
+++ Vollsperrung der Autobahn für mehrere Stunden ++

Polizei (Symbolbild)
Foto: NF24 / Canva

Wie mit Meldung 1148 berichtet, ereigneten sich am Abend des 17.09.2022 auf der A9 im Bereich Hormersdorf auf Grund Hagels und daraus resultierender Fahrbahnglätte mehrere Unfälle – Massenkarambolage auf Autobahn. Zum Hergang der einzelnen Unfälle können nun nähere Angaben gemacht werden.

Lesen Sie auch: Krisenvorbereitung für den Blackout – Lohnt sich ein Notstromaggregat?

Gegen 18:00 Uhr befuhr der Fahrer eines VW Golf die dreispurige Autobahn in Fahrtrichtung Berlin. Zwischen den Anschlussstellen Schnaittach und Hormersdorf geriet er aufgrund der mit Hagelkörnern bedeckten Fahrbahn in die Mittelschutzwand und schleuderte im Anschluss auf den rechten Fahrstreifen. Hier krachte er in das Heck eines auf der dortigen Fahrspur fahrenden Skoda.

Fahrzeug außer Kontrolle: Erfasst Mann und schleudert diesen meterweit

Nahezu zeitgleich geriet der Fahrer eines VW Touran an gleicher Stelle witterungsbedingt ebenfalls ins Schleudern. Hierbei erfasste er den Fahrer eines Abschleppfahrzeugs, welcher an der Unfallstelle ausgestiegen war, um Hilfe zu leisten. Der 23-Jährige schleuderte mehrere Meter durch die Luft und zog sich akut lebensgefährliche Verletzungen zu. Er wurde durch einen Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Die anderen Unfallbeteiligten blieben unverletzt.

Wenig später ereigneten sich auf der Gegenfahrspur zwischen der Anschlussstelle Hormersdorf und der Hienbergabfahrt in Fahrtrichtung München weitere Verkehrsunfälle mit mehreren beteiligten Fahrzeugen.

Massenkarambolage durch plötzlichen Hagelschauer

Auf Grund des plötzlichen Hagelschlages und bremsender, vorausfahrender Fahrzeuge, musste die Fahrerin eines VW Polo ihre Geschwindigkeit reduzieren. Der hinter ihr fahrende Fahrer eines Honda fuhr auf ihr Fahrzeug auf, woraufhin dieser gegen die linke Schutzplanke gelenkt wurde. In unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang prallte ein weiterer Pkw (Citroen) gegen den VW Polo und schob diesen gegen die rechte Schutzplanke.

Lesen Sie auch: Krisenvorbereitung für den Blackout – Lohnt sich ein Notstromaggregat?

Anschließend fuhren noch zwei weitere Pkw in die Unfallstelle, woraufhin es zum Zusammenstoß mit den bereits dort befindlichen Pkws kam.

Insgesamt trugen vier Personen leichte Verletzungen davon. Es entstand Gesamtsachschaden von rund 60.000 Euro.

Nahezu zeitgleich ereignete sich ebenfalls zwischen der Anschlussstelle Hormersdorf und der Hienbergabfahrt (Fahrtrichtung München) witterungsbedingt ein weiterer Verkehrsunfall.

Der Fahrer eines Skoda fuhr auf einen Hyundai auf, woraufhin die Fahrzeuge ins Schleudern gerieten und jeweils auf der linken bzw. rechten Fahrspur zum Stehen kamen. Der Hyundai prallte hier auf der rechten Fahrspur in einen weiteren Pkw.

Durch die jeweiligen Zusammenstöße wurden drei Personen verletzt. Zwei mussten zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Es entstand Sachschaden von rund 45.000 Euro.

Beamte der Verkehrspolizei Feucht waren über Stunden mit der Aufnahme der Verkehrsunfälle beschäftigt. Hierbei wurden sie auf Anordnung der Staatsanwaltschaft von einem Gutachter unterstützt.

Die BAB 9 war für mehrere Stunden in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt. Gegen 00:15 Uhr konnten die Fahrspuren in Richtung Berlin wieder frei gegeben werden. Die Sperrung in Richtung München wurde gegen 01:30 Uhr aufgehoben.

Erstellt durch: Janine Mendel

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Mittelfranken
Präsidialbüro – Pressestelle
Richard-Wagner-Platz 1
D-90443 Nürnberg
E-Mail: pp-mfr.pressestelle@polizei.bayern.de

rb