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Erste Erkenntnisse nach Tötungsdelikt in Hamburg-Eißendorf

In Hamburg-Eißendorf wurde ein 24-jähriger Mann nach einem Angriff schwer verletzt, an dessen Folgen er später verstarb. Die Mordkommission sucht Zeuginnen und Zeugen.

Foto: Depositphotos

Hamburg (ost)

Zeitraum: 06.02.2026, 21:30 Uhr bis 07.02.2026, 01:50 Uhr Ort des Geschehens: Hamburg-Eißendorf

In der Nacht von gestern wurde ein 24-jähriger Mann im Hamburger Stadtteil Eißendorf angegriffen und erlag seinen schweren Verletzungen. Die Mordkommission (LKA 41) hat die Untersuchungen übernommen und sucht nach Zeuginnen und Zeugen.

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei traf sich der 24-Jährige mit einem 23-jährigen Bekannten an der Bushaltestelle Eißendorfer Straße / Mehringweg. Während sie zusammen durch den Stadtteil gingen, wurden sie von fünf maskierten Männern angegriffen, die bisher unbekannt sind. Der 23-Jährige trennte sich daraufhin von seinem Begleiter, um dem Angriff zu entkommen. Später versuchte er vergeblich, seinen Bekannten zu erreichen, durchsuchte die umliegenden Straßen in Eißendorf und fand ihn schwer verletzt in der Göhlbachtalstraße. Der 23-Jährige leistete Erste Hilfe und rief den Notruf.

Ein Rettungswagen der Feuerwehr brachte den Verletzten unter Reanimation und in Begleitung eines Notarztes in ein Krankenhaus, wo er kurz darauf seinen schweren Kopfverletzungen erlag.

Trotz einer sofortigen Fahndung mit über einem Dutzend Funkstreifenwagen und Diensthundeführern konnten bisher keine Verdächtigen festgenommen oder der Tatort eindeutig lokalisiert werden.

Das Kriseninterventionsteam (KIT) des Deutschen Roten Kreuzes kümmerte sich um die psychosoziale Akutbetreuung von Zeugen und Angehörigen.

Der Kriminaldauerdienst (LKA 26) führte die ersten Ermittlungen, die mittlerweile von der Mordkommission (LKA 41) in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Kapitalverbrechen der Staatsanwaltschaft übernommen wurden. Die Untersuchungen dauern an. Zeuginnen und Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben und/oder Informationen zu dem Vorfall haben, werden gebeten, sich unter 040/4286-56789 beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg oder bei einer Polizeidienststelle zu melden.

Ende

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hamburg für 2022/2023

Die Mordraten in der Region Hamburg zwischen 2022 und 2023 sind besorgniserregend angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 35 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 74 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg von 36 im Jahr 2022 auf 67 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg ebenfalls von 36 im Jahr 2022 auf 86 im Jahr 2023, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 31 auf 80 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 5 auf 6 stieg. Besonders besorgniserregend ist die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen, die von 18 im Jahr 2022 auf 41 im Jahr 2023 anstieg. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 registrierten Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 35 74
Anzahl der aufgeklärten Fälle 36 67
Anzahl der Verdächtigen 36 86
Anzahl der männlichen Verdächtigen 31 80
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 5 6
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 18 41

Quelle: Bundeskriminalamt

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