Ein 34-Jähriger soll am 01.11.2026 um 12:30 Uhr am Ostpreußenplatz mehrfach auf einen 27-Jährigen eingestochen haben. Ein Haftrichter erließ Untersuchungshaftbefehl.
Festnahme nach Messerangriff in Hamburg-Wandsbek

Hamburg (ost)
Zeitpunkt der Tat: 01.11.2026, 12:30 Uhr
Ort der Tat: Hamburg-Wandsbek, Ostpreußenplatz
Im Stadtteil Wandsbek griff gestern Mittag ein 34 Jahre alter Mann einen 27-Jährigen an. Dabei zog sich der Angegriffene Stichverletzungen zu, die potenziell lebensbedrohlich waren. Bis die Polizei eintraf, wurde der Tatverdächtige von Zeugen festgehalten.
Nach den bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei hielten sich die beiden Männer unabhängig voneinander in einem Imbiss am U-Bahnhof Wandsbek-Gartenstadt auf. Als der 27-Jährige den Imbiss verließ, ging ihm der 34-Jährige nach und attackierte ihn aus bisher ungeklärtem Grund. Im weiteren Verlauf stürzte der 27-Jährige, woraufhin der 34-Jährige plötzlich mehrmals mit einem Messer auf ihn einstach.
Zwei Zeugen konnten den Angreifer festhalten und ihn den inzwischen alarmierten Einsatzkräften übergeben. Der potenziell lebensbedrohlich verletzte Mann wurde von einer Rettungswagenbesatzung und in Begleitung eines Notarztes in ein Krankenhaus gebracht. Nach derzeitigem Stand besteht keine Lebensgefahr.
Die ersten Ermittlungen am Tatort übernahm der Kriminaldauerdienst (LKA 26). Heute Morgen gingen sie in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft an die Mordkommission (LKA 41) über. Den Beamtinnen und Beamten zufolge gibt es Hinweise darauf, dass sich der Tatverdächtige möglicherweise in einem psychischen Ausnahmezustand befand.
Gestern Abend wurde der 34-jährige türkische Staatsangehörige in das Untersuchungsgefängnis gebracht. Heute Vormittag erließ ein Haftrichter wegen des Verdachts des versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung einen Untersuchungshaftbefehl.
Die Strafverfolgungsbehörden setzen ihre Ermittlungen fort.
Zim.
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Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hamburg für 2022/2023
In Hamburg stieg die Zahl der registrierten Mordfälle von 35 im Jahr 2022 auf 74 im Jahr 2023 – ein Anstieg um 39 Fälle beziehungsweise rund 111 Prozent. Die Zahl der aufgeklärten Fälle erhöhte sich von 36 auf 67; aufgeklärte Fälle können auch aus früheren Jahren stammen. Die Zahl der Tatverdächtigen stieg von 36 auf 86: Darunter waren 2022 insgesamt 31 Männer und 5 Frauen, 2023 waren es 80 Männer und 6 Frauen. Die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen nahm von 18 auf 41 zu. In Nordrhein-Westfalen wurden 2023 mit 470 Fällen die meisten Mordfälle in Deutschland registriert – rund 6,4-mal so viele wie in Hamburg.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 35 | 74 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 36 | 67 |
| Anzahl der Verdächtigen | 36 | 86 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 31 | 80 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 5 | 6 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 18 | 41 |
Quelle: Bundeskriminalamt








