Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Hamburg-Harburg: Taschendiebstahl am Hamburger Hauptbahnhof

Mutmaßliche Diebin festgenommen und in Untersuchungshaft gebracht. Weitere Ermittlungen laufen.

Foto: Depositphotos

Hamburg (ost)

Nach aktuellen Ermittlungen der Bundespolizeiinspektion Hamburg ereignete sich am 8. Mai 2026 gegen 10:40 Uhr im Bahnhof Harburg ein Diebstahl eines Smartphones im Wert von etwa 230 Euro. Berichten zufolge verließ eine 28-jährige Frau den Bahnsteig der S-Bahn über eine Treppe. Kurz darauf bemerkte sie, dass ihr Smartphone aus der Jackentasche gestohlen worden war. Sie ging sofort zur Bundespolizeiwache Hamburg-Harburg und meldete den Diebstahl.

Die Beamten analysierten die Videodaten der Kameras, identifizierten eine Verdächtige und erstellten Fahndungsbilder. Mithilfe einer Ortungs-App konnte die Frau feststellen, dass sich das Smartphone zuletzt in der Nähe des Hamburger Hauptbahnhofs befand. Daraufhin suchten Zivilfahnder der Bundespolizei in diesem Bereich.

Um 12:40 Uhr erkannten die Zivilfahnder der Einsatzeinheit Einzeldienst der Bundespolizei die Verdächtige im Bahnhofsumfeld und beobachteten sie kurzzeitig. Dabei sahen sie, wie die 43-jährige Frau aus Moldawien ein Smartphone an einen 48-jährigen Mann aus Rumänien übergab. Kurz darauf wurden beide Personen von uniformierten Einsatzkräften vorläufig festgenommen und zum Bundespolizeirevier am Hamburger Hauptbahnhof gebracht.

Bei der 43-jährigen Verdächtigen wurden zwei weitere mutmaßlich gestohlene Smartphones und 150 Euro Bargeld sichergestellt. Das Smartphone der Geschädigten aus Harburg war jedoch nicht darunter. Gegen die Frau wurden weitere Strafverfahren wegen des Verdachts des Diebstahls eingeleitet. Nach Abschluss der Maßnahmen der Bundespolizei wurde die Verdächtige dem Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg zur Untersuchungshaftanstalt überstellt.

Bei dem 48-jährigen rumänischen Mann wurden das zuvor übergebene Smartphone und ein weiteres Smartphone, das seit November zur Eigentumssicherung ausgeschrieben war, sichergestellt. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Hehlerei eingeleitet. Nach Abschluss der Maßnahmen der Bundespolizei wurde er entlassen. Die weiteren Ermittlungen führt der Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg.

Weitere Informationen zum Thema Taschendiebstahl finden Sie unter www.bundespolizei.de/sicher-im-alltag/vorsicht-taschendiebstahl

RH

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Taschendiebstählen in Hamburg für 2022/2023

Die Taschendiebstahlraten in der Region Hamburg stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 10958 Fälle gemeldet, während es im Jahr 2023 bereits 13367 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 498 auf 751. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 461 auf 661, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 378 auf 564 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 83 auf 97 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 382 auf 571. Im Vergleich dazu wurden in der Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 insgesamt 39519 Fälle von Taschendiebstahl gemeldet, was die höchste Anzahl an gemeldeten Fällen in Deutschland darstellt.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 10.958 13.367
Anzahl der aufgeklärten Fälle 498 751
Anzahl der Verdächtigen 461 661
Anzahl der männlichen Verdächtigen 378 564
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 83 97
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 382 571

Quelle: Bundeskriminalamt

Karte für diesen Artikel

nf24