Die Bundespolizei ermittelt nach Diebstahl einer Geldbörse aus der Handtasche einer schlafenden Frau. Tatverdächtiger festgenommen und in Untersuchungshaft überführt.
Hamburg Hauptbahnhof: Taschendiebstahl am Hamburger Hauptbahnhof

Hamburg (ost)
Nach den aktuellen Ermittlungen der Bundespolizeiinspektion Hamburg ereignete sich am 1. Oktober 2026 gegen 4:50 Uhr am Bahnsteig zu Gleis 7 des Hamburger Hauptbahnhofs der Diebstahl einer Geldbörse aus der Handtasche einer schlafenden 66-Jährigen.
Laut ihren Angaben hatte sich die Frau gegen 04:00 Uhr auf eine Bank am Bahnsteig gesetzt und war dort eingeschlafen. Ihre Handtasche hielt sie eng am Körper.
Als sie um 06:00 Uhr aufwachte, bemerkte sie, dass die Handtasche geöffnet und ihre Geldbörse (Inhalt: Dokumente, EC-Karten, eine US-Dollarnote) gestohlen worden war. Danach ging die Geschädigte zur gemeinsamen Sicherheitswache am Hamburger Hauptbahnhof, um den Diebstahl zu melden.
Während der Anzeigenaufnahme erschien ein Mann und gab an, dass er beim Joggen in der Umgebung des Hauptbahnhofs zwei Dokumente, darunter den Personalausweis der Frau, gefunden und abgeben wolle. Die Dokumente wurden der Geschädigten übergeben. Weiteres Diebesgut wurde nicht gefunden. Bei der Auswertung von Überwachungskameras konnten Bundespolizeikräfte am Hamburger Hauptbahnhof die Tat und einen Verdächtigen identifizieren. Gegen 08:50 Uhr konnten die Beamten den 33-jährigen ukrainischen Verdächtigen im Bahnhofsumfeld festnehmen.
Der Verdächtige wurde zur Durchführung strafprozessualer Maßnahmen zur Bundespolizeiwache am Hamburger Hauptbahnhof gebracht. Bei der Durchsuchung wurde die US-Dollarnote gefunden. Der Verdächtige hatte kein weiteres Diebesgut bei sich. Ein hinzugezogener Amtsarzt stellte die Gewahrsamsfähigkeit des Mannes fest.
Gegen den bereits polizeibekannten Mann wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts des besonders schweren Diebstahls eingeleitet. Nach Abschluss der Maßnahmen wurde der Verdächtige über den Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg in die Untersuchungshaftanstalt gebracht.
Weitere Informationen zum Thema Taschendiebstahl finden Sie unter www.bundespolizei.de/sicher-im-alltag/vorsicht-taschendiebstahl
RH
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Taschendiebstählen in Hamburg für 2022/2023
Die Taschendiebstahlraten in der Region Hamburg stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 10958 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 bereits 13367 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 498 auf 751. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 461 auf 661, wobei die meisten von ihnen männlich waren. Im Vergleich dazu wurden in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 insgesamt 39519 Fälle von Taschendiebstahl registriert, was die höchste Anzahl von Fällen in Deutschland darstellt.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 10.958 | 13.367 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 498 | 751 |
| Anzahl der Verdächtigen | 461 | 661 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 378 | 564 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 83 | 97 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 382 | 571 |
Quelle: Bundeskriminalamt








