Ein 17-Jähriger verletzte am 15.07.2026 in Hamburg-Langenhorn einen 18-Jährigen schwer mit Messerstichen. Polizei ermittelt wegen versuchtem Tötungsdelikt.
Hamburg-Langenhorn: Haftbefehlsvollstreckung nach versuchtem Tötungsdelikt

Hamburg (ost)
Der Vorfall ereignete sich am 15.07.2026 um 20:30 Uhr.
Der Ort des Geschehens war Hamburg-Langenhorn, genauer gesagt Moosbruch.
Nachdem ein 18-jähriger am Mittwoch in Langenhorn von einem 17-jährigen durch mehrere Messerstiche schwer verletzt wurde, ermittelt nun die Mordkommission wegen eines versuchten Tötungsdelikts.
Laut den bisherigen Informationen der Kriminalpolizei waren am Mittwochabend zwei Jugendliche im Alter von 17 und 18 Jahren auf einer Feierlichkeit zu Gast und gerieten dort aus bisher unbekannten Gründen in einen Streit. Im Verlauf des Streits stach der 17-jährige Deutsche mehrmals mit einem Messer auf den 18-jährigen ein.
Die alarmierten Rettungskräfte der Feuerwehr brachten den nicht lebensgefährlich verletzten 18-jährigen nach einer notärztlichen Behandlung mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus.
Der 17-jährige flüchtete zu Fuß vom Tatort.
Nach umfangreichen Fahndungsmaßnahmen mit rund einem Dutzend Streifenwagenbesatzungen und der Unterstützungsstreife für erschwerte Einsatzlagen (USE) konnten Polizisten den 17-jährigen Jugendlichen vorläufig festnehmen, der sich bei seiner Flucht am Fuß verletzt hatte.
Die Ermittlungen, die bisher wegen gefährlicher Körperverletzung vom Kriminaldauerdienst (LKA 26) und dem Landeskriminalamt 124 (LKA 124) geführt wurden, sind nun in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Hamburg von der Mordkommission übernommen worden. Die Beamten ermitteln nun wegen eines versuchten Tötungsdelikts.
Der Jugendliche befindet sich seit gestern Abend aufgrund eines Haftbefehls in Untersuchungshaft, der auf Antrag der Staatsanwaltschaft erlassen wurde.
Die Ermittlungen dauern an.
Pap.
Erhalte alle Informationen der Polizei Hamburg rund um das Thema Blaulicht per WhatsApp! https://whatsapp.com/channel/0029VahxLAp0gcfMeokHwb0f
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hamburg für 2022/2023
Die Mordraten in der Region Hamburg stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 35 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 74 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 36 auf 67. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 36 auf 86, wobei der Großteil männliche Verdächtige waren. Besonders auffällig ist die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen, die von 18 im Jahr 2022 auf 41 im Jahr 2023 anstieg. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 35 | 74 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 36 | 67 |
| Anzahl der Verdächtigen | 36 | 86 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 31 | 80 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 5 | 6 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 18 | 41 |
Quelle: Bundeskriminalamt







