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Hamburg-Lohbrügge: Raubdelikte und politische Kriminalität in Hamburg

Polizei vollstreckt Durchsuchungsbeschlüsse und Haftbefehl. Jugendlicher soll räuberisch erpresst haben und rassistische Übergriffe begangen haben.

Foto: Depositphotos

Hamburg (ost)

Zeit: Der 01.04.2026, ab 06:00 Uhr

Orte: Hamburg-Altona, -Bergedorf, -Billstedt und -Lohbrügge sowie Lübtheen (Mecklenburg-Vorpommern)

Beamte der Staatsschutzabteilung des Landeskriminalamts (LKA 7) haben heute Morgen mehrere Durchsuchungsbeschlüsse sowie einen Haftbefehl gegen einen 17-jährigen Deutschen vollstreckt. Der Jugendliche wird verdächtigt, zusammen mit anderen einen 19-Jährigen mehrfach beraubt und einen 39-Jährigen bedroht und beleidigt zu haben.

Polizisten des Staatsschutzes haben heute Morgen in den Stadtteilen Altona, Bergedorf, Billstedt und Lohbrügge sowie in der mecklenburg-vorpommerschen Stadt Lübtheen insgesamt sechs Wohnungen durchsucht und in Lohbrügge einen hauptverdächtigen 17-Jährigen festgenommen. Ein Richter hatte aufgrund der bisherigen Ermittlungsergebnisse und auf Antrag der Staatsanwaltschaft, unter anderem wegen des Verdachts der versuchten räuberischen Erpressung, entsprechende Beschlüsse erlassen.

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei soll der 17-Jährige am 04.03.2026 zusammen mit einem 16-jährigen Deutschen und einem 19-jährigen usbekischen Staatsbürger in die Jugendwohnung eines 19-jährigen Mannes eingedrungen sein. Dort forderten sie den Heranwachsenden unter Vorhalt eines Messers auf, einen vierstelligen Geldbetrag herauszugeben. Als der Geschädigte nicht nachkam, sollen sie ihn so lange getreten haben, bis er zu Boden ging. Auch als er am Boden lag, sollen die Angreifer, die zur Tatzeit Springerstiefel trugen, weiter auf ihn eingeschlagen und getreten haben, bevor der 17-Jährige eine Trainingsjacke nahm und mit seinen Komplizen floh.

Nur vier Tage später sollen die Drei, dieses Mal mutmaßlich mit einem 16-jährigen Polen und einer 15-jährigen Deutschen, erneut in die Jugendwohnung des Geschädigten eingedrungen sein und erneut die Herausgabe von Wertgegenständen und Bargeld verlangt haben. Da der 19-Jährige nicht nachkam, traten wieder zwei Personen auf ihn ein, auch als er bereits am Boden lag. Anschließend floh die Gruppe aus der Wohnung. Teile der Taten sollen aufgezeichnet und später veröffentlicht worden sein. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen soll die Kontaktaufnahme des 19-Jährigen mit dem 15-jährigen Mädchen ursächlich für die Angriffe gewesen sein.

Der 17-Jährige wird auch verdächtigt, gemeinsam mit einer gleichaltrigen deutschen Staatsbürgerin am 13.02.2026 im Stadtteil Billstedt einen 39-jährigen Migranten unter Vorhalt eines Messers bedroht und rassistisch beleidigt zu haben. Darüber hinaus soll der Jugendliche eine Woche später am U-Bahnhof Kiwittsmoor (Langenhorn) ein Wahlplakat beschädigt und dabei den sogenannten „Hitlergruß“ gezeigt haben.

Die Beamten brachten den Mann nach seiner Festnahme heute ins Untersuchungsgefängnis, wo ihm ein Richter den Haftbefehl verkünden wird. Bei den Durchsuchungen wurden szenetypische Propagandamaterialien und potenzielle Beweismittel sichergestellt, die nun ausgewertet werden.

Die gemeinsamen Ermittlungen des LKA 73 und der Staatsanwaltschaft, auch zu möglichen weiteren Beteiligten, dauern an.

Zim.

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Quelle: Presseportal

nf24