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Hamburg-Lurup: Hasskriminalität im Internet – Durchsuchungen in Hamburg

Strafverfolgungsbehörden durchsuchen neun Wohnungen in Hamburg aufgrund von Verdacht auf Volksverhetzung und Verstoß gegen Vereinsgesetz. Die Ermittlungen dauern an.

Foto: Depositphotos

Hamburg (ost)

Datum: 25.02.2026, ab 06:00 Uhr

Ort: Hamburger Stadtgebiet

Die Strafverfolgungsbehörden aller 16 Bundesländer haben heute Morgen mehrere polizeiliche Maßnahmen, darunter Durchsuchungen, unter der Leitung des BKA durchgeführt (siehe auch die Pressemitteilungen der Länder und des BKA). Im Rahmen dessen wurden neun Wohnungen in den Stadtteilen Dulsberg, Eppendorf, Hamm, Harburg (3), Lohbrügge, Lurup und Osdorf von der Staatsschutzabteilung des Landeskriminalamtes Hamburg (LKA 7) durchsucht.

Die Aktionen erfolgten in separaten Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Volksverhetzung (§ 130 StGB), der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger bzw. terroristischer Organisationen (§ 86a StGB), der Belohnung und Billigung von Straftaten (§ 140 StGB) sowie des Verdachts eines Verstoßes gegen das Vereinsgesetz (§ 20 VereinsG).

In fünf Fällen wurden unter anderem beleidigende und herabsetzende Kommentare auf der Social-Media-Plattform „X“ veröffentlicht. In diesem Zusammenhang wird einem 67-Jährigen vorgeworfen, neben Beschimpfungen von Personen aufgrund ihrer ethnischen Herkunft auch Aufrufe zu rechtswidrigen Handlungen zum Schaden von Personen mit Migrationshintergrund veröffentlicht zu haben. Eine 54 Jahre alte Frau soll Umsturztaten unterstützt haben, während ein 41-Jähriger einen israel-feindlichen Post mit Hakenkreuzen veröffentlichte. Ein 28 Jahre alter Mann soll auf „X“ Türken und Araber beleidigt haben. Ein 50-Jähriger wird verdächtigt, das Vorgehen der israelischen Armee im Gazastreifen mit den Verbrechen des Dritten Reiches gleichgesetzt zu haben, die auf die vollständige Auslöschung der jüdischen Bevölkerung abzielten.

Ein 32-Jähriger soll auf „Instagram“ zu Gewalt gegen israelische Personen aufgerufen haben, während ein 75 Jahre alter Mann auf Facebook abfällige Kommentare über Personen muslimischen Glaubens gemacht haben soll. Ein 36-Jähriger wird verdächtigt, auf „TikTok“ die vorsätzliche Tötung zweier unbeteiligter Frauen bei einem mutmaßlich illegalen Autorennen in Ludwigsburg öffentlich gutgeheißen zu haben. Ein 22-Jähriger soll auf derselben Plattform Propagandavideos der Terrororganisation „Islamischer Staat“ verbreitet haben.

Die Generalstaatsanwaltschaft und die Staatsanwaltschaft Hamburg hatten auf Grundlage der Ermittlungsergebnisse die erforderlichen Durchsuchungsbeschlüsse beim jeweils zuständigen Amtsgericht Hamburg erwirkt, um Beweismittel zu finden. Die bei den Durchsuchungen sichergestellten Gegenstände waren in allen Fällen Datenträger, hauptsächlich Handys.

Die Ermittlungen, die von LKA 7, der Generalstaatsanwaltschaft und der Staatsanwaltschaft gemeinsam durchgeführt werden, dauern an.

Unabhängig davon bittet die Polizei die Bevölkerung um Unterstützung im Kampf gegen Hass und Hetze im Internet. Diese sind Nährboden für Radikalisierung und Anreger für Gewalttaten. Helfen Sie uns und tragen Sie zur Bekämpfung von Hasskriminalität bei:

Weitere Informationen und Präventionstipps zum Thema Hasskriminalität (auch „Hassrede“ oder „Hate speech“ genannt) finden Sie auf der Website der Polizei Hamburg unter: https://www.polizei.hamburg/hatespeech-792318

Zim.

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Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Hamburg für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in der Region Hamburg stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 6416 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 7227 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 715 auf 856. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 494 auf 516, wobei 330 männliche und 186 weibliche Verdächtige verzeichnet wurden. Von den Verdächtigen waren 180 im Jahr 2022 und 204 im Jahr 2023 nicht deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 6.416 7.227
Anzahl der aufgeklärten Fälle 715 856
Anzahl der Verdächtigen 494 516
Anzahl der männlichen Verdächtigen 354 330
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 140 186
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 180 204

Quelle: Bundeskriminalamt

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