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Hamburg-Sülldorf: Personenunfall an Hamburger Bahnübergang

Bundespolizei ermittelt nach schwerem Unfall an S-Bahnhaltepunkt Sülldorf. Mann (m.59) gerettet und medizinisch versorgt.

Foto: Depositphotos

Hamburg (ost)

Am 04.06.2026 gegen 19.15 Uhr wurde die Einsatzzentrale der Bundespolizeiinspektion Hamburg über einen Personenunfall am Bahnübergang Sieversstücken am S-Bahnhaltepunkt Sülldorf informiert. Über die Notfallleitstelle der S-Bahn wurde die entsprechende S-Bahnstrecke gesperrt und eine Stromabschaltung veranlasst. Umgehend erreichten Kräfte der Feuerwehr, der Hamburger Polizei und der Bundespolizei den Einsatzort. Ein verletzter Mann (m.59) konnte am Bahnübergang im Bahnbereich durch Kräfte der Feuerwehr gerettet, medizinisch erstversorgt und mit einem Rettungswagen zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus verbracht werden.

„Der Mann erlitt nach jetzigem Sachstand der Bundespolizei u.a. schwere Verletzungen am Schulterbereich sowie weitere Knochenbrüche am Körper und wird auf der Intensivstation eines Krankenhauses medizinisch versorgt.“

Laut ersten Zeugenaussagen soll der Verunfallte sich aus nicht geklärten Gründen mit einem Fahrrad am Gleisbereich eines mit einer Schrankenanlage gesicherten Bahnübergangs befunden haben. Der 59-Jährige wurde von einer S-Bahn der Linie S 1 auf der Fahrt vom S-Bahnhaltepunkt Rissen Richtung Sülldorf erfasst, aber nach jetzigem Sachstand nicht überrollt. Der Triebfahrzeugführer (m.59) erkannte den Mann an den S-Bahngleisen und soll über das Signalhorn mehrere Signaltöne abgegeben haben und soll umgehend eine Schnellbremsung eingeleitet haben. Er konnte aber trotz der durchgeführten Maßnahmen eine Kollision mit dem Verunfallten nicht mehr verhindern

Der Verunfallte reagierte offensichtlich nicht auf die Signaltöne und wurde letztendlich von der S-Bahn erfasst. Der Triebfahrzeugführer stand unter Schock und musste vor Ort abgelöst werden.

„Gegen den Verunfallten wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. Die Ermittlungen der Bundespolizei dauern noch an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Gründe für den verbotenen Aufenthalt am Gleisbereich sind bislang nicht bekannt und sind Gegenstand der weiteren Ermittlungen des Ermittlungsdienstes der Bundespolizeiinspektion Hamburg.“

Nach Abschluss der bundespolizeilichen Einsatzmaßnahmen vor Ort konnte die Streckensperrung nach jetzigem Sachstand gegen 21.00 Uhr wieder aufgehoben werden. Über Betriebsstörungen im S-Bahnverkehr können von der Bundespolizei keine Angaben gemacht werden. Die ca. 50 Fahrgäste der S-Bahn wurden nach ersten Erkenntnissen nicht verletzt.

Aus aktuellem Anlass warnt die Pressestelle der Bundespolizeiinspektion Hamburg erneut vor leichtsinnigem Verhalten an Bahnanlagen.

„Der Aufenthalt im Gleisbereich ist lebensgefährlich und verboten! Die Stromschienen im S-Bahn-Bereich führen 1200 Volt Gleichstrom. Eine Berührung kann zu tödlichen Verletzungen führen. Triebfahrzeugführer von S-Bahnen können nicht ausweichen und die Bremswege sind oftmals zu lang, um ein Erfassen von Personen im Gleisbereich noch zu verhindern. Häufig gefährden sich Personen in den Gleisen durch ihr leichtsinniges Verhalten nicht nur selbst, sondern auch Reisende und Helfer.“

Hinweis: Weitere Angaben über die Pressemitteilung hinaus können nicht gemacht werden. O-Töne sind im laufenden Strafverfahren in diesem Fall nicht möglich!

„RC“

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hamburg für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Hamburg im Jahr 2023 zeigt insgesamt 63.706 Unfälle. Davon waren 7.781 Unfälle mit Personenschaden, was 12,21% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.679 Unfälle aus, was 2,64% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren 342, was 0,54% entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 53.904, was 84,61% ausmacht. In der Ortslage waren 8.881 Unfälle innerorts (13,94%), 73 außerorts (0,11%) und 377 auf Autobahnen (0,59%). Es gab insgesamt 28 Getötete, 701 Schwerverletzte und 8.602 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 63.706
Unfälle mit Personenschaden 7.781
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.679
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 342
Übrige Sachschadensunfälle 53.904
Ortslage – innerorts 8.881
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 73
Ortslage – auf Autobahnen 377
Getötete 28
Schwerverletzte 701
Leichtverletzte 8.602

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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