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Hamburg-Wandsbek: Festnahmen nach Fahrzeughehlerei

Beamte haben fünf Männer festgenommen, die an Kfz-Diebstählen und Hehlerei beteiligt sein sollen. Warnschüsse wurden abgegeben.

Foto: Depositphotos

Hamburg (ost)

Zeitpunkt des Verbrechens: 31.07.2025, um 19:16 Uhr

Ort des Verbrechens: Hamburg-Veddel, Peuter Elbdeich

Polizeibeamte des Landeskriminalamtes für Kfz-Delikte aus dem Bereich Wandsbek (LKA 152) haben gestern Abend vier Männer und heute Morgen einen fünften Mann vorläufig festgenommen. Sie stehen unter dem Verdacht, an Autodiebstählen beteiligt zu sein und die gestohlenen Fahrzeuge anschließend zu veräußern. Bei der Festnahme feuerten die Kriminalbeamten mehrere Warnschüsse ab, als die Verdächtigen zu fliehen versuchten.

Die Ermittlungen des Landeskriminalamtes führten bereits im April 2025 zu einer Gruppe von Autodieben, denen mindestens elf Fahrzeugdiebstähle vorgeworfen werden. Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung unter https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/6337/6010122

Im Rahmen der fortgesetzten Ermittlungen des Landeskriminalamtes und der Staatsanwaltschaft Hamburg ergaben sich Hinweise auf ein Gewerbeobjekt in der Peutestraße, das von einem 39-jährigen Ägypter betrieben wird. Dort wurden gestohlene Autos vermutlich für den Weitertransport ins Ausland oder die Zerlegung in Einzelteile vorbereitet.

Die Ermittler erhielten Hinweise darauf, dass gestern die Vorbereitungen zur Verschiffung oder Zerlegung von kürzlich gestohlenen Fahrzeugen stattfinden sollten. Besonderes Augenmerk lag dabei auf einem kurz zuvor in Oststeinbek gestohlenen Hyundai Tucson.

Die Einsatzkräfte des Landeskriminalamtes wurden von der Bereitschaftspolizei unterstützt, um das Gewerbeobjekt durchsuchen zu können. Die LKA-Ermittler hatten Durchsuchungsbeschlüsse bei der Staatsanwaltschaft Hamburg erwirkt, die vom Amtsgericht Hamburg genehmigt wurden.

Der gestohlene Hyundai wurde von einem 52-jährigen russischen Staatsbürger auf das Gelände gefahren. Kurz darauf trafen sich in einer nahen Sackgasse zwei weitere Russen (beide 39) mit einem 25-jährigen Ägypter zu einer vermuteten Geldübergabe, nachdem dieser zuvor direkt vom Gewerbehof gekommen war. Als die Einsatzkräfte die Personen kontrollieren wollten, flohen die beiden Russen mit ihrem Fahrzeug (Mercedes GLK) und durchbrachen die polizeiliche Absperrung, indem sie über den Grünstreifen fuhren. Ein Polizeibeamter verletzte sich leicht am Bein, als er dem Fahrzeug ausweichen musste. Die Einsatzkräfte gaben daraufhin mehrere Schüsse auf das flüchtende Fahrzeug ab.

Das Fahrzeug geriet vorübergehend außer Sicht, konnte jedoch in einer Sackgasse am Peuter Elbdeich gefunden werden, nachdem es dort mit einem Baum kollidiert war. Die beiden Insassen setzten ihre Flucht zu Fuß fort. Ein Verdächtiger wurde vorläufig in seinem Versteck in einer Lagerhalle in der Toilette festgenommen, der zweite Russe wurde auf dem Dach einer Lagerhalle durch eine Drohne der Polizei lokalisiert. Durch die Ansprache der Besatzung des Polizeihubschraubers „Libelle“ ließ sich der 39-Jährige widerstandslos festnehmen. Auch der 52-jährige Russe und der 25-jährige Ägypter wurden gestern Abend vorläufig von den Einsatzkräften festgenommen. Der 39-jährige Betreiber des Gewerbehofes wurde heute Morgen bei seiner Einreise aus Ägypten am Flughafen auf Anordnung der Staatsanwaltschaft vorläufig festgenommen.

Bei den gestern begonnenen und heute fortgesetzten Durchsuchungen stellten die Beamten umfangreiches Beweismaterial sicher. Darunter befand sich der zuvor gelieferte Hyundai sowie zahlreiche Fahrzeugteile, bei denen der Verdacht besteht, dass sie aus Straftaten stammen könnten.

Die fünf Tatverdächtigen werden in Untersuchungshaft genommen, wo ein Haftrichter über die Ausstellung von Haftbefehlen entscheiden wird. Die Ermittlungen des Landeskriminalamtes dauern an.

Veh.

Quelle: Presseportal

nf24