Der Hamburger Zoll veröffentlichte die Ergebnisse seiner Arbeit im Jahr 2025, darunter die Bekämpfung des Schmuggels und die Steigerung der Abfertigungszahlen.
Itzehoe: Zoll in Hamburg zieht Bilanz für 2025

Hamburg (ost)
Der Hamburger Zoll, vertreten durch das Hauptzollamt Hamburg, das Hauptzollamt Itzehoe für den Flughafen Hamburg und das Zollfahndungsamt Hamburg, zieht Bilanz für das Jahr 2025.
Die Zollverwaltung hat im Jahr 2025 an ihren Dienststellen in Hamburg Steuern erhoben, Kontrollen und Prüfungen durchgeführt, Ermittlungen eingeleitet und zahlreiche weitere Aufgaben zum Schutz der öffentlichen Ordnung übernommen. Die konkreten Zahlen sind dem beigefügten, gemeinsam erstellten Statistikheft zu entnehmen.
Hauptzollamt Hamburg
Im Vergleich zum Vorjahr zeigten sich in der Abfertigung höhere Einfuhr- und Ausfuhrzahlen. Die Zahl der Einfuhrabfertigungen stieg im Jahr 2025 auf 10.831.217. Bei den Ausfuhrabfertigungen wurden 6.517.336 Abfertigungen erfasst. Dies unterstreicht die zentrale Bedeutung des Hamburger Hafens für den internationalen Warenverkehr.
„Ein fairer Wettbewerb setzt voraus, dass sich alle an die geltenden Gesetze halten“, betonte Melanie Schmaljohann, Leiterin des Hauptzollamts Hamburg. „Unser Sachgebiet Vollstreckung und Verwertung trägt dazu bei, dass finanzielle Verpflichtungen konsequent erfüllt werden.“
Mit 148.282 bearbeiteten Fällen und beigetriebenen Forderungen in Höhe von über 68 Millionen Euro leistete das Hauptzollamt Hamburg auch im Jahr 2025 einen wichtigen Beitrag zur Stabilität des Wirtschaftsstandort Deutschland. Im Jahr 2025 wurden unter anderem über 244 E-Bikes sichergestellt und über das Portal www.zoll-auktion.de verwertet.
Zollfahndungsamt Hamburg
Im Jahr 2025 leiteten Ermittlerinnen und Ermittler des Zollfahndungsamtes Hamburg insgesamt 1.305 Ermittlungsverfahren im Bereich der grenzüberschreitenden Kriminalität ein. Aufgabenschwerpunkte bildeten weiterhin die Bekämpfung der schweren und organisierten Betäubungsmittel- sowie Verbrauchsteuerkriminalität. Der Seeweg bleibt dabei die zentrale Schmuggelroute, insbesondere für Betäubungsmittel. Deshalb setzt die Zollfahndung auf eine zielgerichtete Risikoanalyse, um verdächtige Container aus der Masse der Handelswaren in den Seehäfen herauszufiltern, sowie auf eine enge nationale und internationale Zusammenarbeit, um international agierende Täterstrukturen der organisierten Kriminalität zu zerschlagen.
Insgesamt stellten Fahnderinnen und Fahnder des Zollfahndungsamts Hamburg rund 17 Tonnen Betäubungsmittel sicher – darunter 11,7 Tonnen Marihuana, rund 5,1 Tonnen Kokain und fast eine halbe Tonne Heroin. 3,6 Tonnen Kokain wurden davon allein über den Hamburger Hafen sichergestellt.
Darüber hinaus wurden:
Nils Gärtner, Leiter des Zollfahndungsamtes Hamburg führte aus: „Die Zollfahnderinnen und Zollfahnder leisteten auch im vergangenen Jahr einen wesentlichen Beitrag zur Bekämpfung der grenzüberschreitenden schweren und organisierten Kriminalität und damit für die innere Sicherheit unseres Landes. Bei der Zerschlagung international agierender Tätergruppierungen stellt die enge Zusammenarbeit mit unseren nationalen und internationalen Sicherheits- und Partnerbehörden sowie mit der Hafenwirtschaft weiterhin einen entscheidenden Erfolgsfaktor dar.“
Hauptzollamt Itzehoe – Zoll am Flughafen Hamburg
Die Leiterin des Hauptzollamtes Itzehoe Francesca Ramus erklärt: „Die Kolleginnen und Kollegen am Hamburger Flughafen leisten einen wesentlichen Beitrag, um den Schutz der Bürgerinnen und Bürger sicherzustellen. So wurden dort im vergangenen Jahr insgesamt 655.827 Kontrollen durchgeführt. Zudem konnten durch die Abfertigungstätigkeiten rund 912 Millionen Euro an Einnahmen generiert werden, welche sich aus Zöllen und der Einfuhrumsatzsteuer zusammensetzen“, so Ramus weiter. Tilman Lewitz der Leiter des Zollamtes Hamburg-Flughafen ergänzt: „Der Flughafen ist ein wirtschaftliches Drehkreuz, dies spiegelt sich auch in den hohen Abfertigungszahlen mit etwa 500.000 Zollanmeldungen wieder.
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Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hamburg für 2022/2023
Die Drogenraten in der Region Hamburg stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 15185 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 17022 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 13914 im Jahr 2022 auf 15821 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen sank jedoch von 10273 im Jahr 2022 auf 10839 im Jahr 2023. Von den Verdächtigen waren 9123 männlich und 1150 weiblich. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 4343 im Jahr 2022 auf 5086 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 15.185 | 17.022 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 13.914 | 15.821 |
| Anzahl der Verdächtigen | 10.273 | 10.839 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 9.123 | 9.739 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.150 | 1.100 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 4.343 | 5.086 |
Quelle: Bundeskriminalamt







