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Lebensgefährliche Handlung im S-Bahnhof Wilhelmsburg

Mann verursacht Schnellbremsung einer S-Bahn und wird kontrolliert. Strafverfahren eingeleitet.

Foto: unsplash

Hamburg (ost)

Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Bundespolizeiinspektion Hamburg soll sich am 13.06.2026 gegen 11 Uhr eine männliche Person (Alter: 29 Jahre) im Gleisbereich des S-Bahnhofs Wilhelmsburg aufgehalten und nach Pfandflaschen gesucht haben.

Zum Begehungszeitpunkt fand im S-Bahnhof Wilhelmsburg Regelbetrieb statt. Der Triebfahrzeugführer einer aus Harburg einfahrenden S3 erkannte die Gefahrenlage und leitete eine Schnellbremsung ein. Die S-Bahn kam etwa 30 Meter vor dem Bahnsteig zum Stehen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurden durch die Schnellbremsung keine Bahnreisenden verletzt. Anschließend wurde der Vorfall der Bundespolizei gemeldet. Umgehend veranlasste die Einsatzzentrale der Bundespolizeiinspektion Hamburg eine Streckensperrung und Stromabschaltung der S-Bahnstromschienen.

Einsatzkräfte der Bundespolizei erreichten unter Einsatz von Sonder- und Wegerechten die S-Bahnstation. Nach Rücksprache mit dem Triebfahrzeugführer und Auswertung der Videoaufzeichnungen konnte festgestellt werden, dass der polnische Staatsangehörige den Gleisbereich eigenständig über den Bahnsteig verlassen hatte. Er soll zuvor augenscheinlich nach Pfandflaschen gesucht haben.

Einsatzkräfte konnten den 29-Jährigen am Eingangsbereich zum S-Bahnhof Wilhelmsburg antreffen und kontrollieren. Der Tatverdächtige wurde eindringlich über die Gefahren und sein verbotenes, lebensgefährliches Handeln aufgeklärt. Nach Abschluss der bundespolizeilichen Maßnahmen wurde er mit einem Platzverweis für den S-Bahnhof Wilhelmsburg entlassen.

Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen führt der Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg. Über Betriebsstörungen im S-Bahnverkehr können von der Bundespolizei keine Angaben gemacht werden.

Aus aktuellem Anlass warnt die Bundespolizeiinspektion Hamburg erneut vor leichtsinnigem Verhalten an Bahnanlagen. „Der Aufenthalt im Gleisbereich ist lebensgefährlich und verboten! Die Stromschienen im S-Bahn-Bereich führen 1200 Volt Gleichstrom. Eine Berührung kann zu tödlichen Verletzungen führen. Triebfahrzeugführer von Zügen können nicht ausweichen und die Bremswege sind oftmals zu lang, um ein Erfassen von Personen im Gleisbereich noch zu verhindern. Häufig gefährden sich Personen in den Gleisen durch ihr leichtsinniges Verhalten nicht nur selbst, sondern auch Reisende und Helfer.“

RH

Quelle: Presseportal

nf24