Männliche Person (Alter: 29 Jahre) wurde im S-Bahnhof Jungfernstieg beim mehrfachen Gleisaufenthalt erwischt. Eine aufmerksame Bahnreisende meldete den Vorfall an die Polizei.
Lebensgefährliche Handlung – Mann sammelt Pfandflaschen im Gleisbereich

Hamburg (ost)
Nach derzeitigem Ermittlungsstand soll am 03.06.2026 gegen 22:49 Uhr eine männliche Person (Alter: 29 Jahre) sich mehrmals im Gleisbereich im S-Bahnhof Jungfernstieg aufgehalten haben.
Zum Begehungszeitpunkt fand im S-Bahnhof Jungfernstieg Regelbetrieb statt, sodass folglich jederzeit ein Zug auf den betroffenen Gleisen hätte verkehren können.
Eine aufmerksame Bahnreisende (Alter: 44 Jahre) erkannte die Gefahrenlage und meldete den Vorfall an die Polizei. Durch die Bundespolizei wurden kurzzeitige Stromabschaltungen sowie Streckensperrungen für die betroffenen Gleise angeordnet bis sichergestellt werden konnte, dass sich keine Person mehr im Gleisbereich befindet. Zu den bahnbetrieblichen Auswirkungen kann die Bundespolizei keine Angaben machen.
Eine umgehend durchgeführte Videosichtung bestätigte den mehrfachen Gleisaufenthalt. Vor Ort konnte die Melderin des Sachverhalts angetroffen und befragt werden.
Durch eingesetzte Bundespolizeistreifen konnte der polnische Staatsangehörige auf dem Bahnsteig im S-Bahnhof Jungfernstieg angetroffen werden. In einem Präventionsgespräch mit den Bundespolizisten über die Gefahren im Gleisbereich gab der Mann an, dass er sich im Gleisbereich begeben habe, um nach Pfandflaschen zu suchen.
Nach Durchführung bundespolizeilicher Maßnahmen wurde der 29-Jährige wieder entlassen. Gegen ihn wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Verdachts „Unerlaubter Gleisaufenthalt“ eröffnet.
Aus aktuellem Anlass warnt die Hamburger Bundespolizei wiederholt vor leichtsinnigem Verhalten an Bahnanlagen: „Der Aufenthalt im Gleisbereich ist lebensgefährlich und verboten! Triebfahrzeugführer von Zügen können nicht ausweichen, oftmals sind die Bremswege zu lang, um ein Erfassen von Personen im Gleisbereich noch zu verhindern. Häufig gefährden sich Personen in den Gleisen durch ihr leichtsinniges Verhalten nicht nur selbst, sondern auch Reisende und Helfer. In diesem Fall hat sich der Mann auch direkt an den Stromschienen im S-Bahnbereich aufgehalten. Diese führen 1.200 V Gleichstrom. Eine Berührung ist lebensgefährlich.“
WL
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hamburg für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Hamburg im Jahr 2023 zeigt insgesamt 63.706 Unfälle. Davon endeten 7.781 Unfälle mit Personenschaden, was 12,21% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.679 Fälle aus, was 2,64% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 342 Fällen registriert, was 0,54% entspricht. Die meisten Unfälle (84,61%) waren Übrige Sachschadensunfälle mit insgesamt 53.904 Fällen. Innerorts ereigneten sich 8.881 Unfälle (13,94%), außerorts (ohne Autobahnen) waren es 73 Unfälle (0,11%) und auf Autobahnen 377 Unfälle (0,59%). Insgesamt gab es 28 Getötete, 701 Schwerverletzte und 8.602 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 63.706 |
| Unfälle mit Personenschaden | 7.781 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.679 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 342 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 53.904 |
| Ortslage – innerorts | 8.881 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 73 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 377 |
| Getötete | 28 |
| Schwerverletzte | 701 |
| Leichtverletzte | 8.602 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








