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Lebensgefährlicher Gleissturz

Ein Mann stürzte in den Gleisbereich und fiel auf die Stromschiene. Er wurde unverletzt gerettet und erhielt einen Platzverweis für den Bahnhof Neuwiedenthal.

Foto: unsplash

Hamburg (ost)

Nach derzeitigem Ermittlungsstand soll am 27.02.2026 gegen 10:00 Uhr ein Mann (Alter: 20 Jahre) ohne Fremdeinwirkung in den Gleisbereich im S-Bahn-Haltepunkt Neuwiedenthal gestürzt und auf die Abdeckung der Stromschiene gefallen sein.

Zum Begehungszeitpunkt fand auf den Gleisen im S-Bahn-Haltepunkt Neuwiedenthal Regelbetrieb statt, sodass folglich jederzeit ein Zug auf dem betroffenen Gleis hätte verkehren können.

Diese Handlung wurde von einer unbekannt gebliebenen Frau beobachtet. Sie alarmierte umgehend die Rettungskette über den Notruf. Durch die Bundespolizei wurden eine Streckensperrung für den S-Bahn-Haltepunkt sowie eine Stromabschaltung der Stromschiene angeordnet. Die Melderin half anschließend dem deutschen Staatsangehörigen beim Herausklettern aus dem Gleisbereich. Um 10:01 Uhr befand sich der Mann bereits wieder auf dem Bahnsteig.

Beim Eintreffen der Bundespolizei am Einsatzort konnte die meldende Frau nicht mehr angetroffen werden. Der 20-Jährige gab gegenüber der eingetroffenen Rettungswagenbesatzung an, keine Verletzungen erlitten zu haben und keine medizinische Versorgung zu benötigen.

In einem Präventionsgespräch mit den Bundespolizisten über die Gefahren im Gleisbereich erkannte der Mann die Gefahren im Gleisbereich. Er gab an keine Suizidabsichten zu haben. Er sei unachtsam gewesen und versehentlich ins Gleis gestürzt.

Eine umgehend durchgeführte Videosichtung bestätigte den oben beschriebenen Ablauf. Der Mann ist über den Bahnsteig gegangen und hat ohne Fremdeinwirkung einen Schritt „ins Leere“ getätigt, sodass er in den Gleisbereich fiel.

Der Mann wurde nach Abschluss der bundespolizeilichen Maßnahmen mit einem Platzverweis für den S-Bahn-Haltepunkt Neuwiedenthal entlassen. Er war unverletzt, orientiert und gehfähig.

Aus aktuellem Anlass warnt die Hamburger Bundespolizei wiederholt vor leichtsinnigem Verhalten an Bahnanlagen:

„Der Aufenthalt im Gleisbereich ist lebensgefährlich und verboten! Triebfahrzeugführer von Zügen können nicht ausweichen, oftmals sind die Bremswege zu lang, um ein Erfassen von Personen im Gleisbereich noch zu verhindern. Häufig gefährden sich Personen in den Gleisen durch ihr leichtsinniges Verhalten nicht nur selbst, sondern auch Reisende und Helfer. In diesem Fall hat sich der Mann auch direkt an den Stromschienen aufgehalten. Diese führen 1.200 V Gleichstrom. Eine Berührung ist lebensgefährlich.“

WL

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hamburg für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Hamburg im Jahr 2023 zeigt insgesamt 63.706 Unfälle. Davon entfallen 7.781 Unfälle auf Personenschäden, was 12,21% aller Unfälle entspricht. Schwere Unfälle mit nur Sachschäden machen 1.679 Fälle aus, was 2,64% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel sind mit 342 Fällen oder 0,54% vertreten. Die restlichen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 53.904 Fälle, was 84,61% aller Unfälle ausmacht. Innerorts ereigneten sich 8.881 Unfälle (13,94%), außerorts (ohne Autobahnen) 73 Unfälle (0,11%) und auf Autobahnen 377 Unfälle (0,59%). Insgesamt gab es 28 Todesfälle, 701 Schwerverletzte und 8.602 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 63.706
Unfälle mit Personenschaden 7.781
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.679
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 342
Übrige Sachschadensunfälle 53.904
Ortslage – innerorts 8.881
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 73
Ortslage – auf Autobahnen 377
Getötete 28
Schwerverletzte 701
Leichtverletzte 8.602

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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