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Online Kriminalprävention, Tipps für mehr Sicherheit im Alltag

Die Polizei Hamburg erweitert ihr Präventionsangebot mit digitalen Vorträgen. Erfahren Sie, wie einfache Tricks Langfingern das Leben schwer machen.

v.l.: Sachgebietsleiter Kriminalprävention Wiro Nestler, Polizeivizepräsident Mirko Streiber, Leiter des Landeskriminalamts Hamburg Jan Hieber
Foto: Presseportal.de

Hamburg (ost)

Am heutigen Mittwoch haben Vertreterinnen und Vertreter der Polizei und des Polizeivereins Hamburg e.V. den digitalen Vortragsraum der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle des Landeskriminalamts feierlich eingeweiht. Im Beisein von Radio Hamburg und weiteren Kooperationspartnern wurden hierbei auch die prämierten Lifehacks durch Mitarbeitende des Landeskriminalamts Hamburg vorgestellt.

Mit der Einführung des digitalen Vortragsraums bei der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle hat die Polizei Hamburg das Präventionsangebot um einen zeitgemäßen Baustein erweitert.

Dazu Polizeivizepräsident Mirko Streiber:

„Kriminalprävention ist eine wichtige gesamtgesellschaftliche Aufgabe und gewinnt in einer zunehmend digitalisierten Welt weiter an Bedeutung. Mit der heutigen Eröffnung des digitalen Präventionsraums schaffen wir eine moderne Plattform für Information, Dialog und gemeinsames Engagement. Dadurch können wir alle einen weiteren Beitrag leisten, Hamburg noch sicherer zu machen und setzen gleichzeitig ein starkes Zeichen für die bundesweite Präventionsarbeit. Mein besonderer Dank gilt dem Polizeiverein Hamburg e.V., der dieses zukunftsweisende Projekt unterstützt hat.“

Die prämierten Lifehacks

Taschenkarabiner: Kleine Hürde, große Wirkung

Ein simpler Karabiner am Reißverschluss der Tasche – und schon haben Taschendiebe das Nachsehen. Ein günstiger und effektiver Trick, der mit wenig Aufwand die Sicherheit deutlich erhöht. Es dauert nur einen Moment, den Karabiner einzuhaken, erschwert Langfingern aber die Tatgelegenheiten erheblich.

Windeltrick: Unscheinbar und sicher

Das Portemonnaie in eine – natürlich unbenutzte – Windel gewickelt und im Kinderwagen verstaut – wer will da schon zugreifen? Tarnen und Täuschen ist im Alltag manchmal gar nicht so verkehrt. Natürlich sollten Wertsachen möglichst nicht unbeaufsichtigt bleiben, aber für den kleinen Notgroschen ist das eine kreative Lösung. Nur bitte nicht versehentlich entsorgen!

Schuheindruckspuren im Schnee: Spuren legen statt Spuren verwischen

Rückwärts aus dem Haus gehen, damit es so aussieht, als wäre jemand nach Hause gekommen. Anwesenheitssimulation ist immer eine gute Idee, um Einbrecher abzuschrecken. Und wer im Winter kreativ mit seinen Schuhspuren umgeht, zeigt echten „plietschen“ Erfindergeist.

Notizzettel an der Haustür: Kleine Erinnerung, große Wirkung

Ein Zettel mit den drei magischen Punkten „Fenster zu, Herd aus, Schlüssel dabei“ an der Innenseite der Haustür – so einfach kann Sicherheit sein! Ein kurzer Blick vor dem Verlassen der Wohnung erspart viel Stress und schützt vor Einbruch und anderen Missgeschicken. Gerade die vermeintlichen „Basics“ werden im Alltag oft vergessen – deshalb Daumen hoch für diesen Lifehack! Und nicht vergessen: Abschließen – auch wenn’s nur kurz aus dem Haus geht.

Ankündigung der ersten Webinare:

24.02.2026, 14:00 Uhr (90 Minuten) Ein Anruf – Und es droht der finanzielle Ruin

Insbesondere Seniorinnen und Senioren liegen im Fokus von Telefonbetrügern. Bei diesem Vortrag werden Interessierte über das Vorgehen von Betrügern aufgeklärt und ihnen werden hilfreiche Informationen an die Hand gegeben.

17.03.2026, 10:30 Uhr (90 Minuten) Onlinesicherheit für Seniorinnen und Seniorinnen

Diese Veranstaltung gibt älteren Menschen praktische Tipps zum Schutz vor Betrugsdelikten im Internet. Zudem werden die Grundlagen der Internetsicherheit thematisiert.

01.04.2026, 18:30 Uhr (90 Minuten) „Initiative Sicher Handeln“ macht stark gegen Online-Betrug

Sogenannte Cybercrime-Delikte – zum Beispiel Phishing-Mails, Fake-Shops oder Lieferungen „erst“ nach Vorkasse – sind in den vergangenen Jahren laut Polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) auffällig angestiegen. Im Rahmen der „Initiative Sicher Handeln“ wird auf dieser Veranstaltung zum sicheren Einkauf im Internet und dem Erkennen von Online-Betrug beraten.

02.06.2026, 19:30 Uhr (90 Minuten) Häusliche Gewalt? – Hinsehen, Erkennen, Helfen!

Wie verhalte ich mich, wenn jemand in meinem Umfeld betroffen ist? Welche Unterstützungsangebote gibt es in Hamburg? Was macht die Polizei bei Fällen häuslicher Gewalt? Wir geben Tipps und Hinweise!

Alle Vorträge sind auch für Familienmitglieder, Freunde oder auch betreuende Personen geeignet.

Weitere Informationen sind unter https://www.polizei.hamburg/digitaler-vortragsraum zu entnehmen.

Mx./Wen.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Taschendiebstählen in Hamburg für 2022/2023

Die Taschendiebstahlraten in der Region Hamburg stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 10958 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 13367 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 498 auf 751. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich von 461 auf 661, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 378 auf 564 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 83 auf 97 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 382 auf 571. Im Vergleich dazu hatte die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Taschendiebstahlfällen in Deutschland mit 39519 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 10.958 13.367
Anzahl der aufgeklärten Fälle 498 751
Anzahl der Verdächtigen 461 661
Anzahl der männlichen Verdächtigen 378 564
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 83 97
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 382 571

Quelle: Bundeskriminalamt

Cybercrime-Statistiken in Hamburg für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in der Region Hamburg in Deutschland zwischen 2022 und 2023 sind gestiegen. Im Jahr 2022 wurden 6416 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 7227 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 715 im Jahr 2022 auf 856 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 494 auf 516, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 354 auf 330 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 140 auf 186 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg ebenfalls von 180 auf 204. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die meisten registrierten Fälle von Cyberkriminalität in Deutschland mit insgesamt 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 6.416 7.227
Anzahl der aufgeklärten Fälle 715 856
Anzahl der Verdächtigen 494 516
Anzahl der männlichen Verdächtigen 354 330
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 140 186
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 180 204

Quelle: Bundeskriminalamt

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