Polizei sucht Zeugen nach Schüssen auf VW Polo, Verdächtiger im Besitz einer Schusswaffe, Ermittlungen dauern an
Schüsse auf Pkw in Hamburg-Eilbek

Hamburg (ost)
Zeit: 22.09.2026, 04:50 Uhr
Ort: Hamburg-Eilbek, Blumenau/Von-Essen-Straße
Nachdem in der Nacht zuvor angeblich aus zwei Autos Schüsse auf ein Auto abgefeuert wurden, sucht die Polizei nach Personen, die etwas gesehen haben.
Den bisherigen Informationen der Kriminalpolizei zufolge rief ein 39-jähriger Mann am frühen Morgen den Polizeinotruf an. Kurz zuvor sollen an der Kreuzung Blumenau/Von-Essen-Straße aus zwei dunklen Smart Autos Schüsse auf einen VW Polo abgegeben worden sein, in dem er als Beifahrer saß. Der Fahrer des VW Polo blieb unverletzt und verließ den angeblichen Tatort, bevor die Polizei eintraf. Auch die beiden Smart Autos flüchteten vom Ort des Geschehens. Der Anrufer selbst wurde nicht verletzt.
Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen mit mehreren Streifenwagen führten zunächst nicht zur Identifizierung relevanter Personen.
Der Kriminaldauerdienst (LKA 26) begann mit den ersten Ermittlungen am Einsatzort, die später von der Mordkommission (LKA 41) in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung für Kapitalverbrechen bei der Staatsanwaltschaft Hamburg übernommen wurden.
Im Rahmen der Maßnahmen erhielten die Strafverfolgungsbehörden Hinweise auf den mutmaßlichen zweiten Insassen des VW Polo, einen 40-jährigen deutschen Staatsbürger. Ermittler durchsuchten heute Morgen seine Wohnung im Stadtteil Billbrook. Da es Hinweise gab, dass der Mann möglicherweise eine scharfe Schusswaffe besaß, wurden auch Spezialeinsatzkräfte (LKA 24) eingesetzt. Gegen den 40-Jährigen wird nun wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt.
Die Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes gegen die unbekannten Insassen der Smart Autos dauern an.
Personen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben und/oder Hinweise auf weitere Beteiligte oder deren Fahrzeuge geben können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 040 4286-56789 beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg oder bei einer Polizeidienststelle zu melden. Da die Ermittler derzeit davon ausgehen, dass der Einsatzort in Eilbek nicht der eigentliche Tatort war, bittet die Mordkommission insbesondere um Hinweise darauf, ob in der Nacht in einem anderen Bereich, vermutlich im Osten Hamburgs, verdächtige Geräusche gehört wurden.
Zim.
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Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hamburg für 2022/2023
Die Mordraten in der Region Hamburg stiegen zwischen 2022 und 2023 signifikant an. Im Jahr 2022 wurden 35 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 74 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg zwar ebenfalls von 36 auf 67, jedoch stieg auch die Anzahl der Verdächtigen von 36 auf 86. Darunter waren 80 männliche und 6 weibliche Verdächtige, wobei 41 nicht-deutsche Verdächtige waren. Im Vergleich dazu wurden im Jahr 2023 in Nordrhein-Westfalen die meisten Mordfälle in Deutschland registriert, nämlich 470.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 35 | 74 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 36 | 67 |
| Anzahl der Verdächtigen | 36 | 86 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 31 | 80 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 5 | 6 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 18 | 41 |
Quelle: Bundeskriminalamt








