Eine 18-Jährige suchte nachts im Tunnel nach ihrem Rucksack, was zu Streckensperrungen und Verspätungen im S-Bahnverkehr führte.
Suche nach Rucksack im Gleisbereich: Lebensgefahr an S-Bahnstation Hamburg Reeperbahn

Hamburg (ost)
Nach jetzigem Sachstand der Bundespolizei entdeckte ein Triebfahrzeugführer (m.52) am 23.07.2026 gegen 23.45 Uhr zwischen den S-Bahnstationen Königstraße und Reeperbahn kurz vor Einfahrt in den S-Bahnhaltepunkt Reeperbahn eine Frau mit einer Taschenlampe im gegenüberliegenden Gleisbereich im Tunnel. Umgehend wurde die Notfalleistelle der S-Bahn durch den DB-Mitarbeiter informiert und die entsprechenden S-Bahngleise kurzzeitig gesperrt.
Die Frau soll anschließend den Tunnelbereich verlassen und sich über den Bahnsteig in die am Bahnsteig stehende eingefahrene S-Bahn begeben haben. Zwischenzeitlich angeforderte Bundespolizisten aus dem Polizeirevier Altona erreichten den Einsatzort und verbrachten die junge „Gleisgängerin“ (w.18) auf den Bahnsteig.
„Nach eigenen Angaben erklärte die junge Frau, dass sie ihren Rucksack im Gleisbereich gesucht habe. Weitere Angaben machte die Heranwachsende aber nicht.“
„Die 18-Jährige wurde eingehend über die Lebensgefahren im Gleisbereich aufgeklärt und anschließend aus dem S-Bahnhaltepunkt Reeperbahn verbracht. Gegen die Betroffene wurde ein entsprechendes Ordnungswidrigkeiten-Verfahren eingeleitet.“
Die Streckensperrungen von 11 Minuten konnten bereits gegen 00.07 Uhr wieder aufgehoben werden. Es ist zu Verspätungen im S-Bahnverkehr durch den Einsatz gekommen. Die Bundespolizei kann dazu aber keine weiteren Angaben machen.
Aus aktuellem Anlass warnt die Pressestelle der Bundespolizeiinspektion Hamburg erneut vor leichtsinnigem Verhalten an Bahnanlagen:
„Der Aufenthalt im Gleisbereich ist lebensgefährlich und verboten! Triebfahrzeugführer von Zügen können nicht ausweichen und die Bremswege sind oftmals zu lang, um ein Erfassen von Personen im Gleisbereich noch zu verhindern. Häufig gefährden sich Personen in den Gleisen durch ihr leichtsinniges Verhalten nicht nur selbst, sondern auch Reisende und Helfer.“
„RC“
Quelle: Presseportal








