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Taschendiebstahl im Hamburger Hauptbahnhof

Die Bundespolizei fasst zwei mutmaßliche Taschendiebe nach einem Vorfall auf der Rolltreppe. Sie wurden in Untersuchungshaftanstalt gebracht.

Foto: Depositphotos

Hamburg (ost)

Nach den derzeitigen Ermittlungen der Bundespolizeiinspektion Hamburg ereignete sich am 1. März 2026 gegen 14:45 Uhr ein Taschendiebstahl auf der Rolltreppe zum Südsteg in der Nähe der Gleise 13/14. Berichten zufolge haben sich zwei rumänische Bürger im Alter von 36 und 39 Jahren dicht hinter der 79-jährigen Geschädigten positioniert, ihre über der Schulter getragene Handtasche geöffnet und die Geldbörse gestohlen. Ein Verdächtiger soll die Geldbörse entnommen haben, während der andere Verdächtige die Tat durch seine Körperbewegungen verdeckt haben soll. Die Geschädigte bemerkte zunächst nichts von dem Diebstahl.

Die beiden Männer entfernten sich dann in Richtung Mönckebergstraße. Ein verdeckter Ermittler der Einsatzeinheit Einzeldienst der Bundespolizei beobachtete den Vorfall, verfolgte die Verdächtigen und forderte Verstärkung an. An der Ecke Steintorwall, Steintordamm, wurden beide Verdächtigen vorläufig festgenommen und zum Bundespolizeirevier am Hauptbahnhof gebracht.

Der 36-Jährige zeigte sich verbal aggressiv und versuchte, einen 27-jährigen Bundespolizisten während der Festnahme mit einem Kopfstoß zu verletzen. Der Beamte blieb unverletzt.

Zwischenzeitlich meldete sich die Geschädigte bei der gemeinsamen Sicherheitswache und meldete den Diebstahl ihrer Geldbörse mit 320 Euro Bargeld. Der aufnehmende Beamte verwies die Frau direkt zum Bundespolizeirevier am Hauptbahnhof und informierte sie über die Festnahme der Verdächtigen. Bei dem 39-Jährigen wurde das Bargeld und bei dem 36-Jährigen die Geldbörse bei einer Durchsuchung gefunden. Die Geldbörse wurde sofort an die 79-Jährige zurückgegeben.

Während der Ermittlungen stellte ein Super-Recogniser fest, dass der 36-Jährige auch in einem Fall vom 28.02.2026 wegen des Verdachts des Bandendiebstahls am Bahnhof Reeperbahn als unbekannter Verdächtiger gesucht wurde. Der 39-Jährige soll ebenfalls an diesem Vorfall beteiligt gewesen sein. Ein hinzugezogener Amtsarzt bestätigte die Haftfähigkeit der Verdächtigen.

Gegen die rumänischen Bürger wurden Strafverfahren wegen des Verdachts des Diebstahls eingeleitet. Gegen den 36-Jährigen wurde zusätzlich ein Verfahren wegen des Verdachts des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die Verdächtigen dem Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg übergeben und zur Haftprüfung inhaftiert. Weitere Informationen zum Thema Taschendiebstahl finden Sie unter www.bundespolizei.de/sicher-im-alltag/vorsicht-taschendiebstahl

RH

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Taschendiebstählen in Hamburg für 2022/2023

Die Taschendiebstahlraten in der Region Hamburg stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 10958 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 13367 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 498 im Jahr 2022 auf 751 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 461 im Jahr 2022 auf 661 im Jahr 2023. Davon waren 378 männliche Verdächtige und 83 weibliche Verdächtige im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 564 männliche und 97 weibliche Verdächtige gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg ebenfalls von 382 im Jahr 2022 auf 571 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu wurden im Jahr 2023 in Nordrhein-Westfalen die meisten Taschendiebstähle in Deutschland verzeichnet, nämlich 39519 Fälle.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 10.958 13.367
Anzahl der aufgeklärten Fälle 498 751
Anzahl der Verdächtigen 461 661
Anzahl der männlichen Verdächtigen 378 564
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 83 97
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 382 571

Quelle: Bundeskriminalamt

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