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Tödliche Gefahr: Jugendliche im Gleis, Polizeieinsatz

Zwei 16-Jährige wurden im Gleisbereich gesichtet, was zur sofortigen Einstellung des Bahnverkehrs und einem Polizeieinsatz führte.

Foto: unsplash

Hamburg (ost)

Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand der Bundespolizeiinspektion Hamburg sollen sich am 03.08.2026 gegen 21:13 Uhr zwei 16-jährige männliche Personen im Gleisbereich der Güterumgehungsbahn auf Höhe Rothenburgsort aufgehalten haben. Zum Begehungszeitpunkt fand auf der Bahnstrecke Regelbetrieb statt, sodass folglich jederzeit ein Zug auf den betroffenen Gleisen hätte verkehren können.

Ein Triebfahrzeugführer einer Fernbahn erkannte die Jugendlichen im Gleisbereich und meldete sie umgehend der Notfallleitstelle Fernbahn. Der Bahnverkehr auf der betroffenen Strecke wurde daraufhin umgehend eingestellt. Einsatzkräfte der Bundespolizei erreichten den Einsatzort unter Inanspruchnahme von Sonder- und Wegerechten.

Am Einsatzort erkannten die Beamten die beiden Jugendlichen auf einer Eisenbahnbrücke, die über die Bille führt, und näherten sich ihnen. Nachdem die Jugendlichen die Einsatzkräfte erkannt hatten, flüchteten sie zunächst im Gleisbereich, verließen diesen im weiteren Verlauf in Richtung Billufer und konnten kurz darauf eingeholt werden. Die betrieblichen Maßnahmen wurden aufgehoben. Zu den bahnbetrieblichen Auswirkungen kann die Bundespolizei keine Angaben machen.

Die Bundespolizisten stellten die Identitäten des deutschen und des nicaraguanischen Staatsangehörigen fest und informierten die Erziehungsberechtigten über den Sachverhalt. Nach einem durchgeführten Präventionsgespräch über die Gefahren im Bahnbereich wurden die beiden 16-Jährigen vor Ort entlassen.

Gegen sie wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Verdachts des unerlaubten Gleisaufenthalts eingeleitet.

Aus aktuellem Anlass warnt die Pressestelle der Bundespolizeiinspektion Hamburg wiederholt eindringlich vor lebensgefährlichem Verhalten an Bahnanlagen.

„Der Aufenthalt im Gleisbereich ist lebensgefährlich und verboten! Triebfahrzeugführer von Zügen können nicht ausweichen und die Bremswege sind oftmals zu lang, um ein Erfassen von Personen im Gleisbereich noch zu verhindern. Häufig gefährden sich Personen in den Gleisen durch ihr leichtsinniges Verhalten nicht nur selbst, sondern auch Reisende und Helfer.“

RH

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hamburg für 2023

Im Jahr 2023 gab es insgesamt 63.706 Verkehrsunfälle in Hamburg. Davon waren 7.781 Unfälle mit Personenschaden, was 12,21% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 2,64% aus, insgesamt waren es 1.679. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren mit 342 Fällen oder 0,54% vertreten. Die meisten Unfälle, nämlich 84,61%, waren Übrige Sachschadensunfälle, insgesamt 53.904. Innerorts gab es 8.881 Unfälle (13,94%), außerorts (ohne Autobahnen) 73 (0,11%) und auf Autobahnen 377 (0,59%). Insgesamt verloren 28 Menschen ihr Leben, 701 wurden schwer verletzt und 8.602 leicht verletzt.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 63.706
Unfälle mit Personenschaden 7.781
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.679
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 342
Übrige Sachschadensunfälle 53.904
Ortslage – innerorts 8.881
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 73
Ortslage – auf Autobahnen 377
Getötete 28
Schwerverletzte 701
Leichtverletzte 8.602

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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