Eine Frau stürzte hinter einer abfahrbereiten S-Bahn im S-Bahnhof Reeperbahn. Bahnreisende verhinderten die Abfahrt und halfen ihr aus dem Gleisbereich.
Unachtsame Frau stürzt in Gleisbereich

Hamburg (ost)
Nach derzeitigem Ermittlungsstand soll am 02.05.2026 gegen 11:37 Uhr eine Frau (Alter: 44 Jahre) in den Gleisbereich im S-Bahnhof Reeperbahn hinter einer abfahrbereiten S-Bahn gestürzt sein.
Zum Begehungszeitpunkt fand im Bahnhof Reeperbahn Regelbetrieb statt. Eine bereits abgefertigte S-Bahn stand zur Ausfahrt bereit.
Aufmerksame Bahnreisende erkannten die Gefahrenlage, meldeten den Vorfall an die Polizei und machten sich durch Armbewegungen beim Triebfahrzeugführer der abfahrbereiten S-Bahn bemerkbar, sodass die S-Bahn nicht losfuhr. Es wurden anschließend kurzzeitige Stromabschaltungen sowie Streckensperrungen für die betroffenen Gleise angeordnet bis sichergestellt werden konnte, dass sich keine Person mehr im Gleisbereich befindet. Zu den bahnbetrieblichen Auswirkungen kann die Bundespolizei keine Angaben machen.
Eine umgehend durchgeführte Videosichtung bestätigte den Gleissturz. Es konnte erkannt werden, dass die Frau auf dem Bahnsteig ging und dabei in ihre mitgeführte Bauchtasche schaute. Anschließend wechselte sie ihre Gehrichtung, ohne nach oben zu schauen, und stürzte in den Gleisbereich hinter einer abfahrbereiten S-Bahn. Bahnreisende halfen umgehend der Frau beim Herausklettern aus dem Gleisbereich.
Durch eingesetzte Streifen der Landespolizei und der Bundespolizei konnte die deutsche Staatsangehörige im S-Bahnhof Reeperbahn angetroffen werden. In einem Präventionsgespräch mit den Bundespolizisten über die Gefahren im Gleisbereich zeigte sich die Frau unkooperativ und aggressiv. Sie gab an, im Rippenbereich und am Oberschenkel Schmerzen zu haben und konnte nicht mehr selbstständig aufstehen. Die 44-Jährige wurde mit einem Rettungswagen einem Krankenhaus zugeführt. Die Bundespolizei kann keine weiteren Angaben zu den Verletzungen machen.
Gegen sie wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Verdachts „Unerlaubter Gleisaufenthalt“ eröffnet.
Aus aktuellem Anlass warnt die Hamburger Bundespolizei wiederholt vor leichtsinnigem Verhalten an Bahnanlagen:
„Der Aufenthalt im Gleisbereich ist lebensgefährlich und verboten! Triebfahrzeugführer von Zügen können nicht ausweichen, oftmals sind die Bremswege zu lang, um ein Erfassen von Personen im Gleisbereich noch zu verhindern. Häufig gefährden sich Personen in den Gleisen durch ihr leichtsinniges Verhalten nicht nur selbst, sondern auch Reisende und Helfer.“
WL
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hamburg für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Hamburg im Jahr 2023 zeigt insgesamt 63.706 Unfälle. Davon waren 7.781 Unfälle mit Personenschaden, was 12,21% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.679 Fälle aus, was 2,64% der Gesamtzahl entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 342 Fällen registriert, was 0,54% ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 53.904 Fälle, was 84,61% ausmacht. Innerorts ereigneten sich 8.881 Unfälle (13,94%), außerorts (ohne Autobahnen) waren es 73 Unfälle (0,11%) und auf Autobahnen 377 Unfälle (0,59%). Insgesamt gab es 28 Getötete, 701 Schwerverletzte und 8.602 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 63.706 |
| Unfälle mit Personenschaden | 7.781 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.679 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 342 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 53.904 |
| Ortslage – innerorts | 8.881 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 73 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 377 |
| Getötete | 28 |
| Schwerverletzte | 701 |
| Leichtverletzte | 8.602 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








