In der Nacht zu Samstag kam es zu einer Auseinandersetzung mit Schussverletzungen. Die Polizei sucht dringend Zeuginnen und Zeugen.
Zeugenaufruf nach versuchtem Tötungsdelikt in Hamburg-Billstedt

Hamburg (ost)
Der Vorfall ereignete sich am 03.10.2026 um 02:45 Uhr.
Der Tatort war Hamburg-Billstedt, Schiffbeker Weg zwischen Billstedter Hauptstraße und Am Alten Zoll.
In der Nacht zum Samstag kam es in Billstedt zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen, bei der zwei Männer Schussverletzungen erlitten. Die Polizei bittet um Zeugen.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei kam es auf dem Hinterhof eines Mehrfamilienhauses am Schiffbeker Weg zu einem Streit zwischen mehreren männlichen Personen. Ein 28-jähriger türkischer Staatsbürger zog eine Schusswaffe und schoss auf einen Gleichaltrigen, den er am Bein verletzte. Bei einem folgenden Handgemenge löste sich ein weiterer Schuss, der den Verdächtigen ebenfalls am Bein traf.
Die alarmierten Rettungskräfte fanden die beiden verletzten Männer auf dem Gehweg in unmittelbarer Nähe des Tatorts. Sie wurden zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Es bestand zu keinem Zeitpunkt Lebensgefahr, wie die Ärzte bestätigten.
Weitere beteiligte Personen waren vor dem Eintreffen der Polizei vom Tatort geflohen. Trotz umfangreicher Fahndungsmaßnahmen konnten keine weiteren Beteiligten gefunden werden.
Der Kriminaldauerdienst (LKA 26) übernahm die ersten Ermittlungen am Tatort. Auch die Spurensicherung (LKA 31) war im Einsatz. Der 28-jährige Beschuldigte wurde nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus in Untersuchungshaft genommen. Eine Richterin erließ einen Haftbefehl wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts.
Die weiteren Ermittlungen werden nun von der Mordkommission (LKA 41) in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft durchgeführt und dauern an.
Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben und/oder Hinweise zu weiteren Beteiligten geben können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 040 4286-56789 beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg oder bei einer Polizeidienststelle zu melden.
Zim.
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Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hamburg für 2022/2023
Die Mordraten in der Region Hamburg stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 35 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 74 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 36 auf 67. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 36 auf 86, wobei 80 männliche und 6 weibliche Verdächtige verzeichnet wurden. Besonders besorgniserregend ist, dass die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen von 18 auf 41 anstieg. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 35 | 74 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 36 | 67 |
| Anzahl der Verdächtigen | 36 | 86 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 31 | 80 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 5 | 6 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 18 | 41 |
Quelle: Bundeskriminalamt








