Ein 33-jähriger Mann wurde vorläufig festgenommen, nachdem er einen Bekannten (27) mit einem Messer verletzt hatte. Die Ermittlungen werden von der Mordkommission und der Staatsanwaltschaft geleitet.
Zuführung nach versuchtem Tötungsdelikt in Hamburg-Hamm

Hamburg (ost)
Vorfallzeit: 19.04.2026, 06:05 Uhr; Vorfallort: Hamburg-Hamm, Osterbrookplatz
Streifenwagenbesatzungen haben am Sonntagmorgen in Hamburg-Hamm einen Mann (33, polnischer Staatsangehöriger) vorläufig festgenommen, der verdächtigt wird, einen Bekannten (27) zuvor mit einem Messer verletzt zu haben. Beamte des Kriminaldauerdienstes (LKA 26) haben sofort mit den Ermittlungen begonnen. Der mutmaßliche Täter wird in Untersuchungshaft genommen.
Heute Morgen wurde die Polizei zu einem Vorfall in einer Wohnung am Südkanal gerufen, nachdem Rettungskräfte den ansprechbaren 27-Jährigen notfallmedizinisch versorgt und Stichverletzungen am Oberkörper festgestellt hatten.
Basierend auf den bisherigen Ermittlungen war der 27-Jährige zuvor mit dem ihm bekannten 33-Jährigen in dessen Wohnung angekommen und hatte sich sofort hingelegt, um zu schlafen. Kurze Zeit später hat der 33-Jährige aus bisher ungeklärten Gründen den bereits Schlafenden mutmaßlich mit einem Messer verletzt. Danach ist der Angreifer in unbekannte Richtung geflohen.
Während der sofort eingeleiteten Fahndung mit etwa zehn Streifenwagenbesatzungen konnte der Pole in der Nähe gefunden und vorläufig festgenommen werden. Zudem konnten Beamte das mögliche Tatmesser in der Wohnung finden und sicherstellen. Ein Atemalkoholtest ergab bei dem 33-Jährigen einen Wert von über 2,2 Promille.
Der Verletzte wurde dann von den Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht, um seine potenziell lebensbedrohlichen Verletzungen zu behandeln. Sein Zustand ist stabil.
Der Dauerdienst des Landeskriminalamts (LKA 26) hat sofort mit den ersten Ermittlungen begonnen und den Tatort untersucht. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wird der Tatverdächtige in Untersuchungshaft genommen. Er wird vor einem Haftrichter erscheinen müssen.
Die weiteren Ermittlungen werden von der Mordkommission (LKA 41) in enger Zusammenarbeit mit der zuständigen Staatsanwaltschaft durchgeführt.
Mx.
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Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hamburg für 2022/2023
Die Mordraten in der Region Hamburg stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 35 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 74 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 36 auf 67. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 36 auf 86, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 31 auf 80 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 5 auf 6 anstieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 18 auf 41. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 35 | 74 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 36 | 67 |
| Anzahl der Verdächtigen | 36 | 86 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 31 | 80 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 5 | 6 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 18 | 41 |
Quelle: Bundeskriminalamt








