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260609 – 0725: Durchsuchungen und Festnahmen wegen internationaler Rauschgiftkriminalität

In einem seit Februar 2025 geführten Ermittlungskomplex wurden Wohn- und Geschäftsräume in Deutschland und den Niederlanden durchsucht. Drei Tatverdächtige wurden festgenommen.

Foto: Depositphotos

Frankfurt (ost)

Razzien und Verhaftungen aufgrund international organisierter Drogenkriminalität in Deutschland und den Niederlanden Im Rahmen eines seit Februar 2025 laufenden Ermittlungskomplexes gegen mittlerweile 20 Verdächtige haben die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main – Eingreifreserve -, die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift des Zollfahndungsamts Frankfurt am Main und des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main sowie das Gemeinsame Finanzermittlungszentrum von Justiz, Polizei und Finanzbehörden am heutigen Dienstag (09.06.2026) Wohn- und Geschäftsräume in Deutschland und den Niederlanden durchsucht. Dabei wurden drei Verdächtige in Herborn, Amersfoort (Niederlande) und Assen (Niederlande) festgenommen. Gegen zwei weitere Verdächtige, die bereits im selben Ermittlungskomplex in einem Verfahren der Staatsanwaltschaft Darmstadt in Untersuchungshaft waren, wurden sogenannte Überhaftbefehle erlassen. Insgesamt wurden im Zuge der Durchsuchungen 27 Objekte in Hessen, Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden durchsucht.

Die Verdächtigen sollen zwischen Juni 2024 und Januar 2026 Teil einer international tätigen kriminellen Organisation gewesen sein, die für den Import von Kokain in Tonnen aus Südamerika (u.a. Brasilien und Kolumbien) per Luftfracht oder Containerschiff nach Deutschland verantwortlich war. Um den illegalen Kokainschmuggel zu organisieren und abzuwickeln, sollen Mitglieder der Organisation bestehende Unternehmen in Braunschweig (Niedersachsen), Isernhagen (Niedersachsen), Karben (Hessen) und Dreieich (Hessen) in Deutschland faktisch übernommen und als Scheinfirmen genutzt haben. Zu diesem Zweck setzten sie Strohmänner als Geschäftsführer ein, um die Kokainlieferungen aus Südamerika zu koordinieren und den illegalen Kokainschmuggel durch den Import legaler Waren zu verschleiern.

Allein zwischen Februar 2025 und Januar 2026 konnten vier Kokainimporte, die mutmaßlich der kriminellen Organisation zuzuordnen sind, mit einem Gesamtgewicht von ca. 2,5 Tonnen und einem Straßenwert von ca. 180 Mio. Euro in Luxemburg, Kolumbien und Hamburg von Zoll und Polizei gestoppt und sichergestellt werden.

Die drei festgenommenen Verdächtigen, ein 59-jähriger und ein 56-jähriger niederländischer Staatsbürger sowie ein 53-jähriger türkischer Staatsbürger, sowie die beiden bereits in Untersuchungshaft befindlichen Verdächtigen, ein 57-jähriger deutsch-türkischer Staatsbürger und ein 26-jähriger bulgarischer Staatsbürger, werden dringend verdächtigt, während des Tatzeitraums als Mitglieder einer Bande zusammengearbeitet zu haben, die sich zur fortgesetzten Begehung von Drogendelikten verbunden haben soll. Die Beschuldigten sollen in unterschiedlicher Besetzung für den Kokainhandel im europäischen Raum verantwortlich gewesen sein.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023

Die Drogenraten in Hessen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 24363 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 26518 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 22378 auf 23101. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19133 konstant, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 17079 auf 17106 stieg und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 2089 auf 2027 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 6494 auf 7004. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 73917 die meisten registrierten Drogenfälle in Deutschland.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 24.363 26.518
Anzahl der aufgeklärten Fälle 22.378 23.101
Anzahl der Verdächtigen 19.168 19.133
Anzahl der männlichen Verdächtigen 17.079 17.106
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.089 2.027
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 6.494 7.004

Quelle: Bundeskriminalamt

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