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260821 – 1075 Frankfurt: Auslieferung eines Beschuldigten wegen international organisierter Rauschgiftkriminalität

Beschuldigter niederländischer Staatsangehöriger wegen Drogenhandel ausgeliefert. Ermittlungen seit Februar 2025, Zusammenarbeit mit niederländischen Behörden.

Foto: Depositphotos

Frankfurt (ost)

Überstellung eines Verdächtigen wegen international organisierter Drogenkriminalität in Deutschland und den Niederlanden In einem seit Februar 2025 laufenden Ermittlungskomplex der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main – Eingreifreserve – in Kooperation mit der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift des Zollfahndungsamts Frankfurt am Main und des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main wurde am 20.08.2026 auf Antrag der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main ein dringend verdächtiger niederländischer Staatsbürger aus den Niederlanden nach Deutschland überstellt. Bereits am 09. Juni 2026 durchsuchten die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift des Zollfahndungsamts Frankfurt am Main und des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main sowie das Gemeinsame Finanzermittlungszentrum von Justiz, Polizei und Finanzbehörden Wohn- und Geschäftsräume in Deutschland und den Niederlanden. Dabei wurden drei Verdächtige in Herborn, Amersfoort (Niederlande) und Assen (Niederlande) festgenommen aufgrund nationaler und europäischer Haftbefehle. Die Beschuldigten sollen zwischen Juni 2024 und Januar 2026 Teil einer international tätigen kriminellen Organisation gewesen sein, die für die Einfuhr von Tonnen Kokain aus Südamerika (u. a. Brasilien und Kolumbien) nach Deutschland mittels Luftfracht oder Containerschiff verantwortlich war. Mitglieder der Organisation sollen bestehende Firmen in Deutschland übernommen und als Scheinfirmen genutzt haben, um die Kokainlieferungen aus Südamerika zu koordinieren und den illegalen Kokainhandel als legalen Warenimport zu tarnen. Der nun nach Deutschland überstellte Beschuldigte, ein mittlerweile 60-jähriger niederländischer Staatsbürger, soll in drei Fällen als Mitglied einer Bande absichtlich Beihilfe zum bandenmäßigen unerlaubten Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge geleistet haben. Er soll als Gesellschafter und Geschäftsführer von Scheinfirmen fungiert haben, um die illegalen Kokainlieferungen zu unterstützen. Der in den Niederlanden festgenommene Beschuldigte wurde am 20.08.2026 nach Deutschland überstellt und noch am selben Tag dem zuständigen Haftrichter vorgeführt, der ihm den Haftbefehl verkündet und die Untersuchungshaft angeordnet hat. Die Eingreifreserve der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift des Zollfahndungsamts Frankfurt am Main und des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main danken den niederländischen Behörden für die ausgezeichnete Zusammenarbeit.

Informationen zur Eingreifreserve:

Die im April 2000 gegründete Eingreifreserve setzt sich aus einem Leitenden Oberstaatsanwalt als Abteilungsleiter, drei Oberstaatsanwälten und sechs Staatsanwälten zusammen. Sie ist eine der drei operativen Abteilungen der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main.

Die Eingreifreserve unterstützt die Staatsanwaltschaften der Landgerichte in verfahrensbezogenen Angelegenheiten. Die Entscheidung über den Einsatz der Eingreifreserve trifft der Generalstaatsanwalt durch Zuweisung von Ermittlungsverfahren gemäß § 145 Abs. 1 GVG.

Die Schwerpunkte der Arbeit der Eingreifreserve liegen in Verfahren aus den folgenden Deliktsbereichen:

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023

Die Drogenraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 24363 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 bereits 26518 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 22378 auf 23101. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19133 relativ konstant. Davon waren 17106 männlich, 2027 weiblich und 7004 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 24.363 26.518
Anzahl der aufgeklärten Fälle 22.378 23.101
Anzahl der Verdächtigen 19.168 19.133
Anzahl der männlichen Verdächtigen 17.079 17.106
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.089 2.027
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 6.494 7.004

Quelle: Bundeskriminalamt

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