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55-Jähriger im Bahnhof Gießen verletzt

Ein 36- und ein 22-Jähriger haben einen Mann schwer verletzt. Die Bundespolizei sucht Zeugen.

Foto: Depositphotos

Gießen (ost)

Am Bahnhof Gießen in der Nähe der Bahnunterführung sollen ein 36-jähriger und ein 22-jähriger Mann einen 55-jährigen Mann aus Haiger schwer verletzt haben. Der Vorfall ereignete sich am Freitagabend (22.11. / 20:15 Uhr). Zuvor kam es zu einem Streit am Treppenaufgang zu den Gleisen 4/5. Während des Kampfes soll einer der beiden Verdächtigen den am Boden liegenden 55-Jährigen gegen den Kopf getreten haben. Außerdem soll das Opfer mit einem Rucksack voller Glasflaschen geschlagen worden sein. Aufgrund seiner Verletzungen musste der 55-Jährige mit dem Rettungswagen in die Uniklinik Gießen gebracht werden.

Schnelle Festnahme der Verdächtigen

Ein Streifenwagen des Bundespolizeireviers Gießen konnte einen der beiden Verdächtigen am Bahnsteig 1 festnehmen. Der zweite Verdächtige wurde ebenfalls kurz darauf festgenommen. Die beiden Männer mussten die Beamten zur weiteren strafrechtlichen Maßnahmen zur Wache begleiten. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass es sich bei den beiden Verdächtigen um Asylbewerber aus Marokko handelt.

Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat die Ermittlungen aufgenommen und ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Nach Abschluss der Maßnahmen wurden beide Verdächtigen gegen Mitternacht wieder freigelassen.

Zeugen werden gesucht! Personen, die weitere Informationen zu dem Vorfall geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer: 0561-81616 0 oder über www.bundespolizei.de zu melden.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023

Die Mordraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 243 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 229 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 224 auf 216 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 308 auf 267, wobei die meisten Verdächtigen Männer waren. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten Mordfälle in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 243 229
Anzahl der aufgeklärten Fälle 224 216
Anzahl der Verdächtigen 308 267
Anzahl der männlichen Verdächtigen 283 237
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 25 30
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 147 130

Quelle: Bundeskriminalamt

nf24