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95 Prozent der Fahrzeuge beanstandet: Großkontrolle im Güterverkehr

Fast 95 Prozent der Fahrzeuge bei Großkontrolle an Tank- und Rastanlage Kassel-Ost beanstandet. Bei 32 von 34 kontrollierten Fahrzeugen Mängel festgestellt, Bußgelder in Höhe von rund 7.400 Euro erhoben.

Großkontrolle im Güterverkehr
Foto: Presseportal.de

Kassel (ost)

Kassel / Autobahn 7:

Großkontrolle zur Verbesserung der Verkehrssicherheit

Fast 95 Prozent der Fahrzeuge wurden bei einer Großkontrolle im Güterverkehr gestern Abend an der Tank- und Rastanlage Kassel-Ost beanstandet, die von Beamten der Verkehrsinspektion des Polizeipräsidiums Nordhessen durchgeführt wurde. Zahlreiche Fachbehörden und Kontrollinstitutionen unterstützten die Kontrollmaßnahmen zwischen 18 Uhr und 2 Uhr. Schwerpunkte waren die Sicherung der Ladung, der Transport gefährlicher Güter und die Einhaltung der Sozialvorschriften im Straßenverkehr.

Neben den Polizeikräften aus verschiedenen hessischen Polizeipräsidien und Niedersachsen nahmen auch Vertreter des Bundesamts für Logistik und Mobilität (BALM), des Regierungspräsidiums Kassel, verschiedener Abteilungen des Landkreises Kassel, der Bundeswehr und des Gewerbeaufsichtsamts sowie des Umweltministeriums Niedersachsen an den Kontrollen teil. Das Technische Hilfswerk (THW) unterstützte die Kontrollstelle in großem Umfang bei der gesamten Logistik und sorgte für die notwendige Infrastruktur, um die umfangreiche Kontrollmaßnahme professionell durchführen zu können.

Bei 32 von 34 kontrollierten Fahrzeugen aus acht Nationen wurden Verstöße festgestellt

Von den insgesamt 34 kontrollierten Fahrzeugen, die hauptsächlich für den Gütertransport genutzt wurden, wurden bei 32 Fahrzeugen Mängel festgestellt. In 18 Fällen musste die Weiterfahrt aus Sicherheitsgründen bis zur Behebung der Mängel untersagt werden. Insgesamt wurden Bußgelder in Höhe von etwa 7.400 Euro verhängt.

Bei 16 Fahrzeugen war die Ladung unzureichend gesichert, bei sechs Fahrzeugen gab es Verstöße gegen die Gefahrgutvorschriften. Auf einem polnischen Kleintransporter wurde ein Gefahrgutbehälter mit Dieselkraftstoff ungesichert und ohne die erforderliche Kennzeichnung befördert. Auf einem spanischen Fahrzeug waren mehrere Fässer mit Farbe und Epoxidharz aufgrund unzureichender Sicherung bereits verrutscht. Bei einem polnischen Autotransporter trat aus einem liegend beförderten Kanister Dieselkraftstoff aus. Dieser lief über die Ladefläche auf den Rastplatz und breitete sich dort aus. Das THW band den Kraftstoff fachgerecht ab, bevor er ins Grundwasser gelangen konnte. Ein Großraumtransport aus der Türkei war zudem mit überbreiter Ladung unterwegs, ohne die erforderliche Genehmigung. Hier wurde eine Sicherheitsleistung in Höhe von 3.650 Euro erhoben.

Neben sieben Geschwindigkeitsüberschreitungen stellten die Einsatzkräfte insgesamt 16 Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten sowie gegen die vorgeschriebenen Aufzeichnungs- und Nachweispflichten fest. Weitere Fahrzeuge wurden aufgrund technischer Mängel an der Beleuchtung, der Bereifung, der Bremsanlage und der Windschutzscheibe beanstandet. Zudem wurden zwei Strafanzeigen wegen des Verdachts der illegalen Beschäftigung sowie der Fälschung beweiserheblicher Daten im Zusammenhang mit der Aufzeichnung von Lenk- und Ruhezeiten erstattet.

Fazit der Beamten: Kontrollen sind notwendig und werden fortgesetzt

Auch die hohe Anzahl der festgestellten Verstöße zeigt, dass diese spezialisierten Kontrollmaßnahmen weiterhin notwendig sind. Die Polizei in Nordhessen wird diese Schwerverkehrskontrollen daher auch in Zukunft fortsetzen, um die Sicherheit auf den Straßen nachhaltig zu verbessern. Eine enge Zusammenarbeit zwischen den Behörden bleibt dabei ein wesentlicher Erfolgsfaktor und unterstreicht den hohen Stellenwert einer vernetzten Kontrollstrategie im gewerblichen Straßenverkehr.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Hessen insgesamt 145.422 Verkehrsunfälle. Davon waren 19.527 Unfälle mit Personenschaden, was 13,43% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.914 Fälle aus, was 4,75% aller Unfälle entspricht. 1.164 Unfälle wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht, was 0,8% aller Unfälle ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 117.817, was 81,02% aller Unfälle entspricht. Innerorts gab es 14.839 Unfälle (10,2%), außerorts (ohne Autobahnen) 7.577 Unfälle (5,21%) und auf Autobahnen 3.013 Unfälle (2,07%). 188 Menschen wurden getötet, 3.537 schwer verletzt und 21.704 leicht verletzt.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 145.422
Unfälle mit Personenschaden 19.527
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 6.914
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.164
Übrige Sachschadensunfälle 117.817
Ortslage – innerorts 14.839
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 7.577
Ortslage – auf Autobahnen 3.013
Getötete 188
Schwerverletzte 3.537
Leichtverletzte 21.704

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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