Zwei Drogenkuriere auf demselben Flug erwischt mit insgesamt 36 Kilogramm Marihuana im Reisegepäck. Teillegalisierung von Marihuana hat keine Auswirkung auf die Strafbarkeit der Einfuhr.
Abu Dhabi: Massive Marihuana-Beschlagnahme am Frankfurter Flughafen

Frankfurt am Main (ost)
Am 14. Juli kontrollierte der Zoll am Frankfurter Flughafen – nach Abgleich der Passenger Name Record- Daten (PNR-Daten) – gezielt das Reisegepäck mehrerer Reisender. Im Koffer eines 20 -jährigen Mannes bei dessen Ankunft aus Abu Dhabi / VAE wurden die Zollbeamten fündig: 17,6 Kilogramm Marihuana. Nur kurze Zeit später gab es den zweiten Treffer: 18,4 Kilogramm Marihuana, ebenfalls in einem Reisekoffer aus Abu Dhabi, dieser gehörte einem 21-jährigen Mann. An diesem Koffer hatte zuvor auch ein Rauschgiftspürhund das Marihuana erschnüffelt, das in insgesamt 16 einzelnen Kunststoffpäckchen verpackt war. Beide mutmaßliche Drogenschmuggler wurden vorläufig festgenommen und das Rauschgift beschlagnahmt. Christine Straß, Pressesprecherin beim Hauptzollamt Frankfurt am Main: „Dass trotz der Teillegalisierung von Marihuana die Einfuhr dieser Droge weiterhin unter Strafe gestellt ist -für Reisende ebenso wie bei Bestellungen aus dem Ausland- scheint bei vielen Konsumenten noch nicht bekannt zu sein. Die Vorjahresmenge an vom Zoll am Frankfurter Flughafen beschlagnahmten Cannabisprodukten hat sich im Vergleich zum Jahr 2024 mehr als verdreifacht.“
Zusatzinformation:
Wir bieten Ausbildungsplätze an. Näheres unter www.zoll.de – Beruf und Karriere. Das Hauptzollamt Frankfurt am Main ist zertifizierter Arbeitgeber nach dem audit „berufundfamilie“ sowie „berufundvielfalt“.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023
Die Drogenraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Anstieg der registrierten Fälle von 24363 auf 26518. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 22378 auf 23101. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19133 konstant, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 17079 auf 17106 stieg und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 2089 auf 2027 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 6494 auf 7004. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 24.363 | 26.518 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 22.378 | 23.101 |
| Anzahl der Verdächtigen | 19.168 | 19.133 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.079 | 17.106 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.089 | 2.027 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.494 | 7.004 |
Quelle: Bundeskriminalamt








