Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Anklage wegen Beihilfe zum versuchten Mord am Holocaust-Denkmal in Berlin erhoben

Die Bundesanwaltschaft hat am 21. August 2026 Anklage gegen den syrischen Staatsangehörigen Khalaf A. erhoben. Khalaf A. wird der Beihilfe zum versuchten Mord und zur gefährlichen Körperverletzung dringend verdächtig.

Foto: Depositphotos

Karlsruhe (ost)

Am 21. August 2026 hat die Bundesanwaltschaft vor dem Staatsschutzsenat des Kammergerichts in Berlin Anklage gegen Khalaf A., einen syrischen Staatsangehörigen, erhoben.

Es besteht der dringende Verdacht, dass der Angeklagte Beihilfe zum versuchten Mord und zur gefährlichen Körperverletzung geleistet hat (§ 211, § 224 Abs. 1 Nr. 2 und Nr. 5, §§ 22, 23, 27 StGB).

In der Anklageschrift, die nun zugestellt wurde, wird im Wesentlichen folgender Sachverhalt beschrieben:

Khalaf A. hatte Kontakt zu Wassim Al M., der am Abend des 21. Februar 2025 aus einer radikal-islamistischen und antisemitischen Haltung heraus einen Mann im Stelenfeld des Denkmals für die ermordeten Juden Europas in Berlin-Mitte angriff und lebensgefährlich verletzte (vgl. Pressemitteilung Nr. 49 vom 29. Juli 2025). Khalaf A. verbrachte den Nachmittag vor der Tat mit Wassim Al M. und ermutigte ihn, sein Vorhaben umzusetzen.

Das Kammergericht in Berlin verurteilte Wassim Al M. am 5. März 2026 für die Tat unter anderem wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von 13 Jahren. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Seit dem 27. Mai 2026 befindet sich Khalaf A. aufgrund eines Haftbefehls des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs in Untersuchungshaft (vgl. Pressemitteilung Nr. 32 vom 27. Mai 2026).

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023

Die Mordraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 243 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 229 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 224 auf 216. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 308 auf 267 zurück, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 243 229
Anzahl der aufgeklärten Fälle 224 216
Anzahl der Verdächtigen 308 267
Anzahl der männlichen Verdächtigen 283 237
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 25 30
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 147 130

Quelle: Bundeskriminalamt

Karte für diesen Artikel

nf24