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Anklageerhebung nach Tötungsdelikt in Marburg-Moischt

Die Staatsanwaltschaft Marburg hat Anklage gegen einen 34-jährigen Mann erhoben, der eines schweren Wohnungseinbruchsdiebstahls und Mordes beschuldigt wird.

Foto: Depositphotos

Giessen (ost)

Pressemitteilung von der Staatsanwaltschaft Marburg

Anklageerhebung nach Tötungsdelikt in Marburg-Moischt

(Bezug zur Presseinformation vom 13.08.2025 unter https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/154582/6096306 sowie vom 25.08.2025 unter https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/154582/6103718)

Die Staatsanwaltschaft Marburg hat im Fall eines Tötungsdelikts in Marburg-Moischt gegen einen 76-jährigen Mann Anklage beim Landgericht Marburg erhoben. Einem 34-jährigen Angeschuldigten werden schwerer Wohnungseinbruchsdiebstahl und Mord zur Vertuschung einer anderen Straftat vorgeworfen.

Dem Angeschuldigten wird konkret vorgeworfen, in der Nacht vom 12.08.2025 auf den 13.08.2025 in das Haus des 76-jährigen Mannes eingebrochen zu sein, um Wertgegenstände zu stehlen. Allerdings soll er dieses Vorhaben abgebrochen haben und aus dem Haus geflohen sein.

Am selben Nacht gegen 05:00 Uhr soll der Angeschuldigte dann zurück zum Haus gegangen sein, um zurückgelassene Gegenstände zu holen. Die Staatsanwaltschaft Marburg geht davon aus, dass der Angeschuldigte im Haus vom 76-jährigen Eigentümer überrascht wurde und ihn dann mehrfach auf Kopf und Oberkörper geschlagen hat, um ihn zu töten und den vorherigen Einbruch zu vertuschen. Der Mann erlitt schwere Verletzungen durch die Schläge und verstarb am Morgen des 13.08.2025.

Der 34-jährige Angeschuldigte wurde am 22.08.2025 verhaftet und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

Das Schwurgericht des Landgerichts Marburg muss nun über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden.

Es werden auch Ermittlungen gegen einen 39-jährigen Mann wegen Wohnungseinbruchsdiebstahls im Zusammenhang mit dem Fall geführt. Derzeit besteht kein Verdacht, dass er an dem Tötungsdelikt beteiligt war.

Wir bitten um Verständnis, dass wir vor Prozessbeginn keine Details zu den genauen Umständen und Hintergründen oder den weiteren Ermittlungsergebnissen preisgeben können, um Zeugen nicht zu beeinflussen.

Timo Ide, Staatsanwalt und Pressesprecher

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023

Die Mordraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 243 Fälle registriert, wovon 224 gelöst wurden. Es gab insgesamt 308 Verdächtige, darunter 283 Männer, 25 Frauen und 147 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 wurden 229 Fälle von Mord gemeldet, von denen 216 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 267 Verdächtige, darunter 237 Männer, 30 Frauen und 130 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten registrierten Mordfälle in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 243 229
Anzahl der aufgeklärten Fälle 224 216
Anzahl der Verdächtigen 308 267
Anzahl der männlichen Verdächtigen 283 237
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 25 30
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 147 130

Quelle: Bundeskriminalamt

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