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Autofahrer rammt Streifenwagen und Geldtransporter: Festnahme in Bayern

Ein 31-Jähriger wurde festgenommen, nachdem er mehrere Unfälle verursacht hatte. Ermittlungen laufen wegen Straßenverkehrsgefährdung und Fahren ohne Fahrerlaubnis.

Unfallstelle in Karlstein (Bayern)
Foto: Presseportal.de

A3, B45, B43a im Bereich PP Südosthessen / Karlstein (Bayern) (ost)

(lei) Nach vier Unfallereignissen, einem Schaden im fünfstelligen Bereich und einem festgenommenen Autofahrer, der dafür verantwortlich sein soll, haben Polizeibeamte am frühen Samstagmorgen einen 31-Jährigen vorläufig festgenommen, gegen den nun Ermittlungen wegen mehrerer Vorwürfe laufen.

Gemäß den bisherigen Erkenntnissen der Beamten wurde zunächst ein unbeleuchtetes Fahrzeug gemeldet, das in Schlangenlinien fuhr. Als eine Streife der Polizeiautobahnstation Frankfurt am Main die silberne C-Klasse kurz vor 7 Uhr auf der Autobahn 3 in Fahrtrichtung Würzburg entdeckte und den Wagen stoppen wollte, soll der 31-Jährige in Höhe von Heusenstamm seinen Wagen gestoppt und anschließend zurückgesetzt haben, wobei er gegen den dahinter befindlichen Streifenwagen stieß.

Anschließend setzte er seine Fahrt fort. Nachdem er an der Anschlussstelle Hanau auf die Bundesstraße 45 in Richtung Hanau gewechselt war, soll er dort einen vorausfahrenden Geldtransporter mehrmals berührt haben.

Kurz darauf, auf der Bundesstraße 43a, soll der Mann im Bereich der Hellentalbrücke erneut seinen Wagen angehalten haben und den immer noch nachfahrenden Streifenwagen durch kurzes Rückwärtsfahren ein zweites Mal gerammt haben, offenbar um ihn auch hier verfolgungsunfähig zu machen.

Die weitere Flucht führte schließlich bis nach Karlstein in Bayern, wo der 31-Jährige schließlich mit seinem Mercedes verunfallte und abseits der Fahrbahn in einem Gebüsch auf der Beifahrerseite zum Liegen kam. Der Fahrer konnte durch die verfolgende Streife vor Ort festgenommen werden. Bei ihm wurde im Zuge eines Atemalkoholtests ein Wert von über 1,2 Promille festgestellt; zudem äußerte er, dass er zuvor Marihuana konsumiert habe, weswegen eine Blutentnahme angeordnet wurde. Eine Fahrerlaubnis besaß er ganz offensichtlich auch nicht.

Zur Behandlung leichter Verletzungen wurde er zunächst in ein Krankenhaus gebracht und anschließend, nach richterlicher Vorführung in Bayern, in eine dortige Justizvollzugsanstalt (eine gemeinsame Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg folgt im Laufe des Tages). Die weiteren Ermittlungen gegen ihn dauern an, auch wegen des Unfalls in Karlstein, der durch das Polizeipräsidium Unterfranken bearbeitet wird.

Der 31-Jährige muss sich nun wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung, des unerlaubten Entfernens von Unfallorten sowie des Fahrens ohne Fahrerlaubnis strafrechtlich verantworten. Die Polizei sucht Zeugen der jeweiligen Vorfälle und bittet unter den Rufnummern 069 8098-5699 (Polizeiautobahnstation Südosthessen) bzw. 06023 944-0 (PI Alzenau) um weitere Hinweise.

Bildquelle: Polizeipräsidium Südosthessen

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Hessen im Jahr 2023 zeigt insgesamt 145.422 Unfälle. Davon waren 19.527 Unfälle mit Personenschaden, was 13,43% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.914 Unfälle aus, was 4,75% ausmacht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.164 Fällen gemeldet, was 0,8% der Gesamtzahl ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 117.817, was 81,02% entspricht. Innerorts gab es 14.839 Unfälle (10,2%), außerorts (ohne Autobahnen) 7.577 Unfälle (5,21%) und auf Autobahnen 3.013 Unfälle (2,07%). Insgesamt gab es 188 Getötete, 3.537 Schwerverletzte und 21.704 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 145.422
Unfälle mit Personenschaden 19.527
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 6.914
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.164
Übrige Sachschadensunfälle 117.817
Ortslage – innerorts 14.839
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 7.577
Ortslage – auf Autobahnen 3.013
Getötete 188
Schwerverletzte 3.537
Leichtverletzte 21.704

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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