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Bad Hersfeld: Tötungsdelikt in Heringen

Verdächtige festgenommen und vor Gericht gestellt. Frau in Untersuchungshaft, Mann freigelassen. Ermittlungen dauern an.

Foto: Depositphotos

Hersfeld-Rotenburg (ost)

In Heringen fand gestern (27.02.) ein großer Polizeieinsatz statt, der im Zusammenhang mit einem laufenden Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Fulda wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts an einem Säugling steht, wie bereits berichtet wurde.

Während der gestrigen polizeilichen Maßnahmen wurden um 19.45 Uhr in einem Wohnhaus in Heringen zwei Personen festgenommen, die in persönlicher Beziehung zueinander stehen – eine 34-jährige Frau und ein 40-jähriger Mann. Die genaue Verbindung der beiden Personen zu dem Säugling ist derzeit noch unbekannt und Gegenstand weiterer Ermittlungen.

Ergebnis der Vorführung

Die 34-jährige Frau wurde am Freitagnachmittag (28.02.) auf Antrag der Staatsanwaltschaft Fulda dem zuständigen Haftrichter beim Amtsgericht Bad Hersfeld vorgeführt. Dieser erließ einen Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des Totschlags. Anschließend wurde die Frau in eine hessische Justizvollzugsanstalt überstellt.

Der 40-jährige Mann wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen am Freitagmittag freigelassen, da kein dringender Tatverdacht gegen ihn bestand.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Fulda und der Kriminalpolizei Bad Hersfeld zu den Umständen und Hintergründen der Tat dauern an.

Weitere Informationen werden von der Pressestelle der Staatsanwaltschaft Fulda vorbehalten.

Franziska Kraus,

Staatsanwaltschaft Fulda, Pressesprecherin, 0661/924-2741

Patrick Bug,

Polizeipräsidium Osthessen, Pressesprecher, 0661/105-1051

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023

Die Mordraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 243 Fälle registriert, wovon 224 gelöst wurden. Es gab insgesamt 308 Verdächtige, darunter 283 männliche und 25 weibliche Verdächtige. 147 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 sank die Anzahl der Mordfälle auf 229, von denen 216 gelöst wurden. Es gab insgesamt 267 Verdächtige, darunter 237 männliche und 30 weibliche Verdächtige. 130 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 registrierten Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 243 229
Anzahl der aufgeklärten Fälle 224 216
Anzahl der Verdächtigen 308 267
Anzahl der männlichen Verdächtigen 283 237
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 25 30
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 147 130

Quelle: Bundeskriminalamt

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