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Bad Hersfeld: Verkehrsunfall auf der BAB 7 Höhe Schlitz

Polizeibeamtin bei Unfallaufnahme angefahren. Mercedes-Fahrer verliert Kontrolle und kollidiert mit Schutzplanke, Polizeibeamtin verletzt.

Foto: Depositphotos

Fulda (ost)

Am Dienstag, den 05.05., gegen 20:40 Uhr, ereignete sich auf der Autobahn A7 in Richtung Fulda, in der Nähe von Kilometer 548, bei starkem Regen (teilweise Aquaplaning) ein Verkehrsunfall mit Verletzungen. Der Fahrer eines Mercedes E-Klasse verlor aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit bei starkem Regen die Kontrolle über sein Auto und schleuderte nach rechts in den angrenzenden Graben, wobei er die Leitplanke durchbrach. Dabei wurde eine Polizistin verletzt, die sich im Rahmen eines anderen Unfalls am Standstreifen (Leitplanke) befand.

Unfallhergang:

Der 53-jährige Fahrer aus dem Landkreis Miltenberg fuhr alleine auf der linken Spur der A7 in Richtung Fulda aus Niederaula kommend. Bei Kilometer 548,3 stand zu diesem Zeitpunkt ein Polizeiwagen (mit zwei Polizisten) der Polizeiautobahnstation Petersberg aufgrund eines anderen Unfalls und zur Absicherung der Unfallstelle (mit eingeschaltetem Blaulicht und Warnblinker) auf dem Standstreifen in Fahrtrichtung. Die beiden Polizisten waren außerhalb des Wagens. Bei Kilometer 548 (ca. 1,5 km vor der Ausfahrt Hünfeld/Schlitz) bremste der Mercedes-Fahrer sein Auto ab, verlor die Kontrolle und schleuderte über die gesamte Fahrbahn nach rechts in Richtung Leitplanke. Direkt hinter dem Polizeiwagen auf dem Standstreifen kollidierte der Mercedes mit der Leitplanke, durchbrach diese und kam stark beschädigt im angrenzenden Graben zur Ruhe. Dabei wurde die 31-jährige Polizistin erfasst und ebenfalls in den Graben geschleudert. Sie befand sich vorne am Polizeiwagen und wollte gerade über die Leitplanke in den Graben steigen. Die Polizistin wurde glücklicherweise nicht lebensbedrohlich verletzt im Graben gefunden. Der Mercedes-Fahrer konnte sich aus eigener Kraft aus dem Auto befreien und blieb unverletzt. Bei Kilometer 547,7 stand ein weiterer Polizeiwagen der Polizeiautobahnstation Petersberg (mit zwei Polizisten besetzt) zur zusätzlichen Warnung (mit eingeschaltetem Blaulicht und Warnblinker) aufgrund der Gefahrenstelle auf dem Standstreifen/rechten Fahrstreifen, da es dort bei Nässe oft zu Unfällen kommt. Die Polizisten warnten die Verkehrsteilnehmer aktiv mit Lichtsignalen. Diese Streife konnte sofort nach dem Unfall die Stelle sichern und Ersthilfe leisten.

Aufgrund des Unfalls wurden neben der polizeilichen Unterstützung der Polizeiautobahnstation Bad Hersfeld und der Polizeistation Fulda zunächst zwei Rettungswagen, zwei Feuerwehrfahrzeuge und der Rettungshubschrauber Christoph 28 mit Notarzt zur Unfallstelle geschickt. Die Autobahnmeisterei Fulda wurde zur Absicherung und Warnung der Unfallstelle hinzugezogen.

Wegen der Landung des Rettungshubschraubers wurde die Südfahrbahn der A7 in Richtung Fulda/Hünfeld vorübergehend von der Polizei komplett gesperrt, was zu Verkehrsbehinderungen führte. Später musste die Südfahrbahn erneut voll gesperrt werden, um den Mercedes bergen zu können, wobei der Verkehr teilweise über die linke Spur umgeleitet wurde. Eine entsprechende Warnmeldung wurde im Radio gesendet. Die verletzte Polizistin wurde nach Erstversorgung durch die Rettungswagenbesatzung nicht lebensbedrohlich verletzt in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Ein Abschleppdienst barg den stark beschädigten Mercedes. Die Bergungs- und Absicherungsarbeiten wurden von der Polizeiautobahnstation Petersberg begleitet. Der entstandene Sachschaden wird auf mindestens 60.000 Euro geschätzt.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Hessen insgesamt 145.422 Verkehrsunfälle. Davon waren 19.527 Unfälle mit Personenschaden, was 13,43% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.914 Fälle aus, was 4,75% entspricht. 1.164 Unfälle wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht, was 0,8% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 117.817 Fälle, was 81,02% entspricht. Innerorts ereigneten sich 14.839 Unfälle (10,2%), außerorts (ohne Autobahnen) 7.577 Unfälle (5,21%) und auf Autobahnen 3.013 Unfälle (2,07%). Insgesamt gab es 188 Getötete, 3.537 Schwerverletzte und 21.704 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 145.422
Unfälle mit Personenschaden 19.527
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 6.914
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.164
Übrige Sachschadensunfälle 117.817
Ortslage – innerorts 14.839
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 7.577
Ortslage – auf Autobahnen 3.013
Getötete 188
Schwerverletzte 3.537
Leichtverletzte 21.704

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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