Eine Seniorin in Bad Nauheim wurde von einem falschen Arzt angerufen, der behauptete, ihr Sohn sei krank und Geld sei für die Behandlung nötig. Die Polizei warnt vor solchen Betrugsfällen und gibt Tipps zur Prävention.
Bad Nauheim: Neue Masche von Schockanrufern

Giessen (ost)
Bad Nauheim: Neue Taktik des Schockanrufers
Am Dienstagnachmittag (01.09.2026) wurde eine Bad Nauheimerin von einem Mann angerufen, der vorgab, Arzt zu sein. Der Anrufer erklärte der älteren Dame, dass ihr Sohn wegen einer schweren Lebererkrankung in einer Klinik sei. Um die Behandlung durchzuführen, würden mehrere Tausend Euro benötigt. Während des Gesprächs erfuhr der Betrüger am Telefon, dass sich im Keller des Hauses ein Safe befindet. Er sagte der Dame, dass ein Polizist unterwegs sei, um Geld oder Wertgegenstände für die weitere Behandlung abzuholen. Die Seniorin führte den Abholer in den Keller zum Safe. Der Unbekannte versuchte dann gewaltsam, den Safe zu öffnen. Währenddessen kam die Tochter der Hausbewohnerin zu Besuch. Sie verstand die Situation und forderte den Fremden auf, das Haus zu verlassen, was er schließlich auch tat. Der Unbekannte erbeutete nichts. Die Polizei empfiehlt, keine Informationen über finanzielle Verhältnisse preiszugeben. Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Beenden Sie das Gespräch und rufen Sie selbst die Polizei, auch über den Notruf 110, an. Die Polizei wird Sie niemals um Geld bitten oder vorschlagen, es vorübergehend zu verwahren oder als Kurier zu agieren. Wenn Sie unsicher sind, ziehen Sie Verwandte, Nachbarn oder andere Vertrauenspersonen hinzu. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an Unbekannte. Außerdem wird empfohlen, Familienmitglieder und Bekannte über die Betrugsmaschen zu informieren. Weitere Tipps zum Schutz vor gängigen Betrugsmaschen finden Sie auch unter www.polizei-beratung.de.
Tobias Schwarz, Pressesprecher
Quelle: Presseportal








