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Barbarossamarkt Bilanz: Anzeigen und Platzverweise

Tausende Besucher beim 35. Barbarossamarkt in Gelnhausen, Polizei musste mehrfach eingreifen und Anzeigen aufnehmen sowie Platzverweise aussprechen.

Foto: Depositphotos

Gelnhausen (ost)

(lei) Am Wochenende strömten Tausende Besucher zum 35. Barbarossamarkt in Gelnhausen. Das Fest verlief größtenteils ruhig für die Polizei, aber die eingesetzten Beamten mussten mehrmals aktiv werden, Anzeigen aufnehmen und Platzverweise aussprechen.

Am Freitag wurden zunächst ein Kind und eine Jugendliche als vermisst gemeldet. Die Ordnungshüter fanden die Minderjährigen jedoch schnell und brachten sie zu ihren Eltern zurück. Außerdem erteilten die Polizisten mehrere Platzverweise und führten Gespräche mit auffälligen Personen, um potenzielle Gefahren zu verhindern.

Kurz vor 17 Uhr am Samstag meldete der Sanitätsdienst einen 14-jährigen Jungen, der anscheinend von einem anderen Jugendlichen auf dem Veranstaltungsgelände im Bereich des Uferwegs geschlagen wurde. Der 16-jährige Verdächtige wurde vorübergehend zur Wache gebracht, wo Fingerabdrücke genommen und Lichtbilder aufgenommen wurden. Später am Abend wurde die Polizei zu einem Randalierer gerufen, der kontrolliert und dann vom Gelände verwiesen wurde.

Gegen 17.25 Uhr am Sonntag erhielten die Polizisten eine Meldung, wonach mehrere jugendliche Mädchen im Bereich „Im Ziegelhaus“ von einem Marktbesucher verdächtig angesprochen worden sein sollen. Die Personalien des 47-Jährigen wurden festgestellt, auch für ihn war der Besuch des Festes an diesem Tag vorbei.

Knapp 40 Minuten später hatten es die Einsatzkräfte mit einem 15-Jährigen zu tun. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts des Ladendiebstahls ermittelt, da er angeblich Waren aus einem auf dem Marktgelände befindlichen 24-7-Selbstbedienungsladen gestohlen haben soll. Er wurde dann seinen Erziehungsberechtigten übergeben.

Die Polizei wurde auch zu einer körperlichen Auseinandersetzung gerufen, die sich kurz nach 19 Uhr am Obermarkt ereignete und zu mehreren Strafanzeigen führte. Ersten Erkenntnissen zufolge waren dort zwei Männer im Alter von 47 und 48 Jahren körperlich aneinandergeraten, weshalb gegen beide wegen des Verdachts der Körperverletzung ermittelt wird. Drei Begleiter des 47-Jährigen griffen dann offenbar ein und schlugen zusammen auf den 48-Jährigen ein. Zwei weitere Männer wurden auf die Situation aufmerksam und griffen ein, um die Beteiligten zu trennen. Einer der Beteiligten soll dann einem der Einschreitenden in den Rücken gesprungen sein, ein anderer habe ihm ins Gesicht geschlagen, woraufhin dieser sich verteidigte.

Ein jugendlicher Marktbesucher wurde später, gegen 20.30 Uhr, von einer anderen Gruppe mit Pfefferspray angegriffen, auch hier war der Tatort „Im Ziegelhaus“. Der 15-Jährige begab sich aufgrund von Atembeschwerden selbstständig zu den Rettungskräften, sodass die Polizei erst verspätet alarmiert wurde. Eine Fahndung nach den Tätern brachte bisher keine Ergebnisse. Der Verletzte wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Zu allen Straftaten sucht die Polizei nun Zeugen, die gebeten werden, sich unter der Rufnummer 06051 827-0 zu melden.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023

Die Mordraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 243 Fälle registriert, wovon 224 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 308 Verdächtige, darunter 283 Männer, 25 Frauen und 147 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 wurden 229 Fälle von Mord in Hessen verzeichnet, von denen 216 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 267, darunter 237 Männer, 30 Frauen und 130 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 aufgezeichneten Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 243 229
Anzahl der aufgeklärten Fälle 224 216
Anzahl der Verdächtigen 308 267
Anzahl der männlichen Verdächtigen 283 237
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 25 30
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 147 130

Quelle: Bundeskriminalamt

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