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Bayern: Polizeikontrolle in Lorsch

60 Beamte kontrollierten gewerblichen Gütertransport auf A 67. Über 15.000 Euro Sicherheitsleistungen einbehalten, Achtmal Weiterfahrt untersagt.

Foto: unsplash

Lorsch (ost)

Am Dienstag (12.05.) führten 60 Polizeibeamte aus verschiedenen hessischen Polizeipräsidien sowie den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz zwischen 13.00 und 16.00 Uhr Kontrollen des gewerblichen Gütertransports auf der A 67 an den Tank- und Rastanlagen Lorsch West und Ost durch. Drei Sachverständige für Ladungssicherung unterstützten die Ordnungshüter, nachdem sie die Kontrolleure zuvor in einem ausführlichen Vortrag geschult hatten. Insgesamt wurden 24 Fahrzeugeinheiten von der Polizei angehalten. Nur einer der überprüften Fahrer durfte ohne Beanstandung weiterfahren. Die Beanstandungsquote lag somit bei 95 Prozent.

Die festgestellten Verstöße umfassten das Güterkraftverkehrsgesetz, die EU-Sozialvorschriften, Ladungsbestimmungen, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz sowie Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung (StVO) bzw. die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO). Die Beamten kassierten vor Ort Sicherheitsleistungen in Höhe von über 15.000 Euro ein. In acht Fällen mussten sie zudem die Weiterfahrt untersagen.

Die Ergebnisse der festgestellten Verstöße unterstreichen erneut die Notwendigkeit solcher Kontrollmaßnahmen, die auch in Zukunft fortgesetzt werden müssen. Aus Sicht der Polizei war die Vielzahl von technischen Mängeln an den Fahrzeugen, teilweise schwerwiegend, alarmierend. Bei der Kontrolle eines Lastwagens mit Anhänger, beladen mit drei Autos, der gegen Kabotagevorschriften verstieß und Fahrten ohne eingelegte Fahrerkarte durchführte, wurden mehrere gravierende Mängel festgestellt. Insgesamt wurden bei einer technischen Prüfstelle 43 teils erhebliche und gefährliche Mängel festgestellt. Der Anhänger wies nahezu keine Bremswirkung auf, und sowohl Anhänger als auch Zugfahrzeug wiesen Risse und Brüche auf. Die Fahrt des unsicheren Transports wurde daher beendet. Sicherheitsleistungen in Höhe von insgesamt rund 4400 Euro wurden gegen das Unternehmen und den Fahrer erhoben.

Auch eine Kombination aus Osteuropa, die insgesamt sieben Neufahrzeuge geladen hatte, musste auf der Rastanlage Lorsch die Fahrt beenden. Es wurden Mängel an den Bremsanlagen des Zugfahrzeugs und des Anhängers festgestellt. Zudem wurde die maximal erlaubte Länge überschritten, sodass der Fahrer die Fahrzeuge neu verladen oder umladen musste.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Hessen insgesamt 145.422 Verkehrsunfälle. Davon endeten 19.527 Unfälle mit Personenschaden, was 13,43% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.914 Fälle aus, was 4,75% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.164 Fällen registriert, was 0,8% aller Unfälle ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 117.817 Fälle, was 81,02% aller Unfälle ausmacht. Innerorts ereigneten sich 14.839 Unfälle, was 10,2% aller Unfälle ausmacht. Außerorts (ohne Autobahnen) gab es 7.577 Unfälle, was 5,21% entspricht. Auf Autobahnen wurden 3.013 Unfälle registriert, was 2,07% aller Unfälle ausmacht. Insgesamt gab es 188 Getötete, 3.537 Schwerverletzte und 21.704 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 145.422
Unfälle mit Personenschaden 19.527
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 6.914
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.164
Übrige Sachschadensunfälle 117.817
Ortslage – innerorts 14.839
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 7.577
Ortslage – auf Autobahnen 3.013
Getötete 188
Schwerverletzte 3.537
Leichtverletzte 21.704

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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