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Bayern: Schwerpunktaktion gegen Einbrecher in Hessen

Die hessische Polizei führte erfolgreiche Schwerpunktaktion gegen Einbrecher durch, mit 573 Verstößen und 51 Festnahmen.

Kontrollsituation auf der Autobahn
Foto: Presseportal.de

Wiesbaden (ost)

Mit offenen und verdeckten Fahndungsmaßnahmen ist die hessische Polizei in den vergangenen beiden Wochen im gesamten Bundesland gegen Einbrecher vorgegangen. Der Einsatz fand im Rahmen der länderübergreifenden Kooperation mit Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz statt. Bei der Schwerpunkt-Fahndungsaktion wurden in Hessen insgesamt 5.701 Personen sowie 3.912 Fahrzeuge kontrolliert. Es konnten 573 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten festgestellt und 51 Personen vorläufig festgenommen werden. Gegen vier von ihnen erging ein Haftbefehl.

„Mit der länderübergreifenden Schwerpunktaktion geht die hessische Polizei konsequent gegen Wohnungseinbruchdiebstahl vor. Die gemeinsame Vorgehensweise der Sicherheitsbehörden ist für eine erfolgreiche Bekämpfung der Einbruchsstraftaten unerlässlich. Der Einsatz ist auch maßgebend, um das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu stärken und das Vertrauen in die hessische Polizei zu intensivieren. Gerade in den eigenen vier Wänden sollen sich die Bürgerinnen und Bürger so sicher wie möglich fühlen und so sicher wie möglich sein. Mein besonderer Dank gilt den Beamtinnen und Beamten, die mit ihrem Engagement wesentlich dazu beitragen“, so Hessens Innenminister Roman Poseck.

Andreas Röhrig, Präsident des Hessischen Landeskriminalamts (HLKA), ergänzt: „Mit der Aufhebung der Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung, den somit wieder vermehrten Tatgelegenheiten und einer größeren Anzahl reisender Täter steigen die Fallzahlen im Bereich des Wohnungseinbruchs in Hessen wieder an. Daher ist die aktive Beteiligung an länderübergreifenden Schwerpunkt- und Kontrollaktionen umso wichtiger.“

Bei der Fahndungsaktion waren insgesamt 1.149 hessische Beamtinnen und Beamten im Einsatz.

Kontrolldruck weiter hochhalten, Tatgelegenheiten reduzieren Während der „Dunklen Jahreszeit“ erfolgen verstärkt Einbruchsversuche. Die länderübergreifenden Schwerpunktfahndungs- und Kontrollaktionen bildeten daher auch in diesem Jahr den Auftakt der Bekämpfungsmaßnahmen zu Beginn der „Dunklen Jahreszeit“ durch die hessische Polizei. In der Zeit vom 24. Oktober bis 6. November wurden dabei im Rahmen der Kooperationsvereinbarung zwischen Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz zum wiederholten Male Wohnungseinbrecher ins Visier genommen.

Ziel der Kontrollen war darüber hinaus, weitere Straftaten wie beispielsweise in den Bereichen Rauschgiftkriminalität und Betrug aufzuklären.

Leichter Anstieg der Fallzahlen in 2022 und 2023 Unabhängig von Pandemie-Effekten sind die Einbruchszahlen in den Jahren 2019, 2020 und 2021 jeweils deutlich zurückgegangen. Im Zeitraum von 2019 (6.768 Fälle insgesamt) bis 2023 (5.206 Fälle insgesamt) sind die Taten um rund 23 Prozent zurückgegangen. Bei den vollendeten Einbrüchen sank der Wert von 3.730 (2019) auf 2.816 Fälle (2023), also um 24,5 Prozent. Seit Ende der Corona-Pandemie nimmt die Zahl der Wohnungseinbrüche wieder zu. So wurde im Jahr 2022 ein leichter Anstieg der Fallzahlen von 3.858 auf 4.275, davon 2.287 Versuche, verzeichnet. Im Jahr 2023 wurden 5.206 (2.390 Versuche) Fälle erfasst.

Einsatz der innovativen Prognosesoftware „KLB-operativ“ Bei der Bekämpfung dieses Deliktfelds setzt die Polizei auf einen Mix aus Prävention, Repression und modernster Technik. So sind während der „Dunklen Jahreszeit“ im Zeitraum der Umstellung auf die Winterzeit verstärkte Polizeikontrollen und Fahndungsaktionen geplant, bei der unter anderem die bewährte Prognosesoftware „KLB-operativ“ zum Einsatz kommt. Sie leitet aus polizeilichen Datenbeständen räumliche und zeitliche Schwerpunkte zu Wohnungseinbrüchen ab und erkennt damit Verhaltensmuster von sogenannten reisenden Tätern. Darüber hinaus wird die Polizei auch gegenüber örtlich ansässigen Tätern mit verstärkter Präsenz von Einsatzkräften entgegentreten, um das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu stärken.

Hessische Bürger können zum Einbruchschutz beitragen Neben einem anhaltend hohen Kontrolldruck und einer erfolgreichen Länderkooperation mit täterorientierten Ermittlungen, setzt die hessische Polizei bewusst auf kostenlose kriminalpolizeiliche Beratungen für Bürgerinnen und Bürger. Damit ungebetene Gäste erst gar nicht hineinkommen, empfiehlt die Polizei neben einem sicherheitsbewussten Verhalten einen soliden Grundschutz von Fenstern und Türen. Dieser steht an erster Stelle und wird im Idealfall um Einbruchmeldetechnik ergänzt. Hierfür stehen in jedem der sieben hessischen Polizeipräsidien Expertinnen und Experten der kriminalpolizeilichen Beratungsstellen zur Verfügung, die interessierte Bürgerinnen und Bürger kostenfrei und neutral beraten.

Weiterführende Informationen finden Sie unter https://www.polizei.hessen.de/schutz-sicherheit/eigentum/ https://www.polizei.hessen.de/Service/Ansprechpersonen-in-Hessen/

Quelle: Presseportal

Einbruchstatistiken in Hessen für 2022/2023

Die Einbruchsraten in Hessen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 4275 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 5206 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 723 auf 840. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 598 relativ konstant, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Einbruchsfällen in Deutschland mit 27061 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 4.275 5.206
Anzahl der aufgeklärten Fälle 723 840
Anzahl der Verdächtigen 569 598
Anzahl der männlichen Verdächtigen 498 511
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 71 87
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 275 270

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023

Die Drogenraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Anstieg der registrierten Fälle von 24363 im Jahr 2022 auf 26518 im Jahr 2023. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 22378 auf 23101. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19133 relativ konstant. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73917 registrierten Fällen. In Hessen waren 2023 17106 männliche Verdächtige, 2027 weibliche Verdächtige und 7004 nicht-deutsche Verdächtige.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 24.363 26.518
Anzahl der aufgeklärten Fälle 22.378 23.101
Anzahl der Verdächtigen 19.168 19.133
Anzahl der männlichen Verdächtigen 17.079 17.106
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.089 2.027
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 6.494 7.004

Quelle: Bundeskriminalamt

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