Eine bedenkliche Verstoß-Quote von über 65 Prozent wurde bei Geschwindigkeitskontrollen in einer Tempo-30-Zone festgestellt.
Blitz for Kids: Zwei von drei Autofahrern zu schnell

Offenbach (ost)
Blitz für Kinder: Dies war das Motto, unter dem die Polizei am Mittwochmorgen Geschwindigkeitskontrollen in einer Tempo-30-Zone in der Nähe der Friedrich-Ebert-Schule durchführte. Auch Schüler der drei vierten Klassen der Schule waren dabei; sie durften ebenfalls „blitzen“ und mit den Verkehrsteilnehmern in Kontakt treten, um diesen ein Feedback zu ihrem Fahrverhalten zu geben. Abhängig von der gemessenen Geschwindigkeit verteilten die Kinder entweder grüne Karten (für vorbildliches Verhalten) oder gelbe Karten (für Geschwindigkeitsüberschreitungen) an die jeweiligen Fahrer.
Insgesamt wurden 120 Fahrzeuge gemessen, von denen 79 zu schnell unterwegs waren – eine besorgniserregende Verstoßquote von über 65 Prozent. 48 Personen fuhren demnach 41 Stundenkilometer und mehr, als sie geblitzt wurden; sie erhielten eine gelbe Karte als Verwarnung und ein entsprechendes Verwarngeld. Die anderen 31 waren langsamer, aber dennoch zu schnell, auch sie bekamen die gelbe Karte und eine mündliche Verwarnung. Alle anderen, die sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung hielten, erhielten die grüne Karte für vorbildliches Fahren. Die höchste gemessene Geschwindigkeit wurde bei zwei Autofahrern festgestellt, die mit 54 Stundenkilometern unterwegs waren. Auf sie kommt ein Bußgeld und ein Punkt in Flensburg zu.
Die Ergebnisse der Kontrolle zeigen, dass Geschwindigkeitsbegrenzungen im Alltag oft nicht eingehalten werden – besonders an Orten, an denen Kinder unterwegs sind. Angemessene Geschwindigkeit insbesondere vor Schulen oder Kindergärten ist letztendlich lebensrettend, denn jede noch so kleine Überschreitung der Geschwindigkeit kann im Falle eines unerwarteten Ereignisses, wie einem plötzlich auf die Straße tretenden Kind, schwerwiegende Folgen haben. Daher der Appell der Polizei: Reduzieren Sie die Geschwindigkeit – im Sinne der Kleinsten!
Bildquelle: Polizeipräsidium Südosthessen
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Hessen insgesamt 145.422 Verkehrsunfälle. Davon waren 19.527 Unfälle mit Personenschaden, was 13,43% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.914 Fälle aus, was 4,75% aller Unfälle ausmacht. 1.164 Unfälle wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht, was 0,8% entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 117.817 Fälle, was 81,02% ausmacht. Innerorts gab es 14.839 Unfälle (10,2%), außerorts (ohne Autobahnen) 7.577 Unfälle (5,21%) und auf Autobahnen 3.013 Unfälle (2,07%). Insgesamt gab es 188 Getötete, 3.537 Schwerverletzte und 21.704 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 145.422 |
| Unfälle mit Personenschaden | 19.527 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 6.914 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.164 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 117.817 |
| Ortslage – innerorts | 14.839 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 7.577 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.013 |
| Getötete | 188 |
| Schwerverletzte | 3.537 |
| Leichtverletzte | 21.704 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








