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Blitz für Kids: Viertklässler zeigen Temposündern die gelbe Karte

Heute Morgen haben Schüler der Grundschule die Geschwindigkeit von Autofahrern kontrolliert. Kinder machen auf Gefahren hoher Geschwindigkeit aufmerksam.

Das Foto zeigt die Beteiligten der Aktion "Blitz für Kids"
Foto: Presseportal.de

Giessen (ost)

Heute Morgen (18. August) haben Schüler der vierten Klasse der Grundschule Cyriaxweimar gemeinsam mit Mitarbeitern des Regionalen Verkehrsdienstes Marburg-Biedenkopf die Geschwindigkeit von Fahrern unter die Lupe genommen. Der Anlass war die Verkehrssicherheitsaktion “Blitz für Kids”, bei der Kinder gemeinsam mit der Polizei auf die besonderen Gefahren zu hoher Geschwindigkeit aufmerksam machen.

Die Aktion wird vom ADAC unterstützt und findet traditionell zu Beginn des neuen Schuljahres in der Nähe von Schulen statt. Es geht nicht nur um die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit, sondern vor allem um die Sicherheit der jüngsten Verkehrsteilnehmer. Kinder können Entfernungen und Geschwindigkeiten nicht immer richtig einschätzen und reagieren in Verkehrssituationen anders als Erwachsene. Daher ist es besonders wichtig, dass Fahrer besonders auf Schulwegen aufmerksam, vorausschauend und mit angepasster Geschwindigkeit unterwegs sind.

Bei “Blitz für Kids” haben die Schüler eine spezielle Aufgabe: Sie sprechen die kontrollierten Fahrer nach der Geschwindigkeitsmessung an und geben ihnen sofort Feedback zu ihrem Fahrverhalten. Wer die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h einhielt, erhielt von den Kindern eine grüne Karte und Lob. Diese kleine Geste zauberte vielen der kontrollierten Fahrer ein Lächeln ins Gesicht.

Wer jedoch zu schnell unterwegs war, erhielt die gelbe Karte. Die Kinder machten dabei deutlich, warum gerade im Umfeld von Schulen besondere Vorsicht und Rücksichtnahme erforderlich sind. Die Polizei dokumentierte die festgestellten Geschwindigkeitsüberschreitungen und leitete entsprechende Maßnahmen ein.

Bei der heutigen Kontrolle überprüften die Beamten insgesamt 33 Fahrzeuge. 29 Fahrer erhielten eine grüne Karte, 4 überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h.

Neben den Mitarbeitern des Regionalen Verkehrsdienstes Marburg-Biedenkopf nahmen auch Alexander Löhr, Leiter der Abteilung Einsatz, Stefan Jilg, Leiter der Direktion Verkehrssicherheit / Sonderdienste, Franziska Mittwoch, Leiterin der Regionalen Kriminalinspektion Marburg-Biedenkopf, und Andreas Düding, Leiter der Verkehrsinspektion, an der Aktion teil. Ebenfalls vor Ort waren Landrat Jens Womelsdorf sowie die Marburger Stadträtin Kirsten Dinnebier.

Die Aktion wurde von 20 Schülern der Grundschule Cyriaxweimar, ihrem Schulleiter und ihrer Klassenlehrerin tatkräftig unterstützt.

Die Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, insbesondere rund um Schulen und auf Schulwegen, die Geschwindigkeit anzupassen, aufmerksam und vorausschauend zu fahren und jederzeit mit dem Verhalten von Kindern zu rechnen. Denn Kinder sollen sicher zur Schule und wieder nach Hause kommen, dafür sind sie auch auf die Rücksichtnahme und Aufmerksamkeit der Erwachsenen angewiesen.

Friederike Morello, Pressesprecherin

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Hessen insgesamt 145.422 Verkehrsunfälle. Davon waren 19.527 Unfälle mit Personenschaden, was 13,43% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.914 Fälle aus, was 4,75% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.164 Fällen registriert, was 0,8% aller Unfälle ausmacht. Die meisten Unfälle waren jedoch Übrige Sachschadensunfälle mit 117.817 Fällen, was 81,02% entspricht. Von den Verkehrsunfällen ereigneten sich 14.839 innerorts (10,2%), 7.577 außerorts (5,21%) und 3.013 auf Autobahnen (2,07%). Insgesamt gab es 188 Getötete, 3.537 Schwerverletzte und 21.704 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 145.422
Unfälle mit Personenschaden 19.527
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 6.914
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.164
Übrige Sachschadensunfälle 117.817
Ortslage – innerorts 14.839
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 7.577
Ortslage – auf Autobahnen 3.013
Getötete 188
Schwerverletzte 3.537
Leichtverletzte 21.704

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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