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Brand in Wächtersbach: Versuchter Versicherungsbetrug statt rechtsextremistische Tat

Fünf Haftbefehle vollstreckt nach Brand in Wächtersbach – Ermittlungen enthüllen vermeintliches rechtsextremistisches Motiv als Versicherungsbetrug.

Foto: Depositphotos

Wächtersbach (ost)

Bitte beachten Sie die beigefügte Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Hanau:

Nachdem ein Wohnhaus in der Nacht vom 24.12.2023 auf den 25.12.2023 im Baumgartenweg in Wächtersbach-Wittgenborn vollständig abgebrannt war, wurden fünf Verdächtige vorläufig festgenommen aufgrund von Haftbefehlen des Amtsgerichts Hanau. Die Gründe für die Untersuchungshaft sind Verdunklungs- und Fluchtgefahr.

Ein fremdenfeindliches Motiv für die Tat wurde im Rahmen der umfangreichen, verdeckten und in alle Richtungen geführten Ermittlungen nicht bestätigt. Die Staatsanwaltschaft Hanau geht derzeit davon aus, dass die Verdächtigen die Ermittlungen und die öffentliche Meinung auf ein rechtsextremistisches Motiv lenken wollten, um eine falsche Fährte zu legen, was zu öffentlichen Solidaritätsbekundungen und Mahnwachen führte.

Zwei der Verdächtigen sind der 47-jährige pakistanische Besitzer des niedergebrannten Gebäudes und sein 34-jähriger pakistanischer Schwager, die dringend verdächtigt werden, gemeinsam schwere Brandstiftung mit einem Brandbeschleuniger begangen zu haben. Da die Beschuldigten bei der Brandlegung an sieben Stellen im Gebäude die Parole “Ausländer Raus” gesprüht haben sollen, um den Eindruck eines fremdenfeindlichen Motivs zu erwecken, werden sie auch des gemeinschaftlichen Vortäuschens einer Straftat dringend verdächtigt. Der Besitzer des Hauses stand kurz nach der Tat im Fokus der Ermittlungen, da er offensichtliche Brandverletzungen aufwies.

Die Staatsanwaltschaft Hanau geht davon aus, dass die Brandlegung allein dem Zweck diente, unrechtmäßig Versicherungsleistungen für die durch den Brand entstandenen Schäden im mittleren sechsstelligen Bereich zu erhalten. Dem Gebäudebesitzer wird daher auch versuchter Versicherungsbetrug in besonders schwerem Fall vorgeworfen, wozu sein Schwager ihm durch die Brandlegung Beihilfe geleistet haben soll.

Der vierte Verdächtige ist der 18-jährige Sohn des Gebäudebesitzers, der auf Anweisung seines Vaters den Versicherungsschaden gemeldet und an einem Ortstermin mit der Versicherung teilgenommen haben soll. Der Beschuldigte ist deutscher Staatsbürger und wird der Beihilfe zum besonders schweren Betrug beschuldigt.

Im Zuge der Ermittlungen wurde festgestellt, dass die 33-jährige Ehefrau des Gebäudebesitzers im Vorfeld der Tat verschiedene Haushaltsgegenstände verkauft hat. Die pakistanische Staatsbürgerin wird daher neben der Beihilfe zur schweren Brandstiftung auch der Beihilfe zum versuchten Versicherungsbetrug dringend verdächtigt.

Gegen einen 55-jährigen pakistanischen Verdächtigen wurde zudem ein Haftbefehl wegen versuchter Strafvereitelung erlassen. Er soll dem Gebäudebesitzer für die Tatzeit der Brandlegung gegenüber der Kriminalpolizei ein falsches Alibi gegeben haben.

Nach der vorläufigen Festnahme der fünf Verdächtigen am heutigen Morgen werden sie nun dem Haftrichter vorgeführt, während die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hanau und des Fachkommissariats 11 der Polizeidirektion Main-Kinzig fortgesetzt werden.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Unschuldsvermutung für die Beschuldigten gilt und aufgrund von Persönlichkeitsrechten und den Grundsätzen der personifizierten Berichterstattung, die auf Gesetz und Rechtsprechung beruhen, keine detaillierten Informationen gegeben werden können.

Für Rückfragen zu dieser Mitteilung wenden Sie sich bitte an die Pressestelle der Staatsanwaltschaft Hanau.

Hanau, 19.03.2024

Kontakt:

Markus Jung
Staatsanwalt als Gruppenleiter
-Pressesprecher

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Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf aktuellen Blaulichtmeldungen des Presseportals und wurde automatisch erstellt.

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