Zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft nach erfolgreicher Festnahme. Überfall am 28. Dezember 2025 ereignete sich in Wolfhagen an der A44.
Breuna: Ergebnis der Ermittlungen nach Raubüberfall in Schnellrestaurant

Kassel (ost)
Gemeinsame Bekanntmachung der Staatsanwaltschaft Kassel und des Polizeipräsidiums Nordhessen
(Bitte beachten Sie auch die Pressemitteilung, die am 28.12.2025 unter https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/44143/6186356 veröffentlicht wurde).
Wolfhagen (Landkreis Kassel):
Nach einem schweren Fall von räuberischer Erpressung in einem Schnellrestaurant an der A44 an der Ausfahrt „Breuna“ am 28. Dezember 2025 können die Ermittler des Kommissariats 35 der Kasseler Kripo und die Staatsanwaltschaft Kassel einen Erfolg verbuchen. Nach intensiven Untersuchungen und Maßnahmen konnten mittlerweile zwei Täter, ein 20-jähriger Mann aus Kassel und ein 21-jähriger Mann ohne festen Wohnsitz, der zuletzt im Schwalm-Eder-Kreis lebte, identifiziert und festgenommen werden. Die beiden Verdächtigen mit deutscher Staatsangehörigkeit gerieten durch Zeugenaussagen und die Auswertung der Videoüberwachung des Restaurants ins Visier der Ermittler. Weitere Ermittlungen bestätigten den Verdacht, dass die beiden Männer das Lokal unter Vorhalt von zwei Messern überfallen und dabei Bargeld erbeutet haben. Die Staatsanwaltschaft Kassel erwirkte daraufhin Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnung des 20-Jährigen und ein aktuell bewohntes Zimmer des 21-Jährigen in Kassel, die am gestrigen Dienstag vollstreckt wurden. Gleichzeitig wurden die Tatverdächtigen von den Polizisten in den jeweiligen Räumen festgenommen. Beide werden heute Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt, der über die Untersuchungshaft entscheidet.
Der Überfall auf das Schnellrestaurant in der Otto-Hahn-Straße im Wolfhager Gewerbegebiet ereignete sich am 28. Dezember 2025 gegen 1:55 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt bedrohten zwei maskierte Täter die fünf noch anwesenden Mitarbeiter des Lokals mit Messern und forderten die Herausgabe von Bargeld. Nachdem eine Angestellte der Aufforderung nachgekommen war, flüchteten die beiden Täter mit ihrer Beute nach draußen und entkamen unerkannt. Die Mitarbeiter erlitten einen Schock und wurden vorsorglich von Rettungskräften behandelt. Die beiden nun identifizierten Tatverdächtigen müssen sich wegen besonders schwerer räuberischer Erpressung verantworten.
Ulrike Schaake, Pressesprecherin Polizeipräsidium Nordhessen, Tel. 0561 – 910 1020
Moritz Teschner, Stellvertretender Pressesprecher Staatsanwaltschaft Kassel, Tel. 0561 – 912 2759
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Hessen für 2022/2023
Die Raubüberfallraten in Hessen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 2871 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 3217 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 1785 auf 1850. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich von 2173 auf 2263, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Raubüberfällen in Deutschland mit 12625 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 2.871 | 3.217 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 1.785 | 1.850 |
| Anzahl der Verdächtigen | 2.173 | 2.263 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 1.974 | 2.046 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 199 | 217 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.077 | 1.179 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023
Die Mordraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind leicht gesunken. Im Jahr 2022 wurden 243 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 229 waren. Die Anzahl der aufgeklärten Fälle ist ebenfalls zurückgegangen, von 224 im Jahr 2022 auf 216 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen ist von 308 im Jahr 2022 auf 267 im Jahr 2023 gesunken. Davon waren 283 männlich, 25 weiblich und 147 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu wurden in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 insgesamt 470 Mordfälle registriert, was die höchste Anzahl an Morden in Deutschland darstellt.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 243 | 229 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 224 | 216 |
| Anzahl der Verdächtigen | 308 | 267 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 283 | 237 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 25 | 30 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 147 | 130 |
Quelle: Bundeskriminalamt








