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Brombachtal: Senior von falschem Microsoftmitarbeiter betrogen

Ein 70-jähriger Mann wurde Opfer eines Betrugs, als ein Unbekannter ihn dazu brachte, Zugriff auf seinen Computer zu gewähren und 1000 Euro zu überweisen.

Foto: unsplash

Brombachtal (ost)

Durch den Einsatz einer Schadsoftware auf dem Computer eines 70-jährigen Mannes versuchte ein unbekannter Täter, an sein Geld zu gelangen. Ein Programm, das der Mann anscheinend unbemerkt installiert hatte, sperrte seinen Computer. Um ihn wieder nutzen zu können, wurde er aufgefordert, sich bei einer Hotline zu melden, die das Gerät entsperren konnte. Als er die angezeigte Nummer anrief, gab sich ein Mann als Mitarbeiter von Microsoft aus. Der Täter überredete den Senior, einen Fernzugriff auf seinen Computer zuzulassen und ihm zwei Codes für sein Onlinebanking zu geben. Mit diesen Codes führte der Täter zwei Überweisungen in Höhe von insgesamt 1000 Euro durch. Als der vermeintliche Mitarbeiter nach einem weiteren Code fragte, wurde der 70-Jährige skeptisch, beendete das Gespräch und informierte die Polizei. Anschließend kontaktierte er sofort seine Bank und konnte die Überweisungen glücklicherweise stornieren.

Die Polizei untersucht nun, wer der angebliche Microsoftmitarbeiter war, und empfiehlt, sich in einem solchen Fall direkt an sie zu wenden und niemals am Telefon Daten für das Onlinebanking preiszugeben. Für weitere Fragen oder Hinweise in dieser Angelegenheit ist die Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 06052/953-0 der richtige Ansprechpartner.

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Hessen für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 9798 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 10106 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 3961 im Jahr 2022 auf 4224 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 2653 im Jahr 2022 auf 2828 im Jahr 2023. Unter den Verdächtigen waren 1806 Männer und 847 Frauen im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 1918 Männer und 910 Frauen waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 851 im Jahr 2022 auf 915 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu hatte Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 9.798 10.106
Anzahl der aufgeklärten Fälle 3.961 4.224
Anzahl der Verdächtigen 2.653 2.828
Anzahl der männlichen Verdächtigen 1.806 1.918
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 847 910
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 851 915

Quelle: Bundeskriminalamt

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