20 Jahre nach dem Mordfall werden Zeugen und Hinweise gesucht. Mögliche Hintergründe und eine Belohnung von 10.000 Euro werden bekannt gegeben.
Cold Case: Mordfall in Offenbach am Main aus dem Jahr 2002 Fahndungsaufruf bei “Aktenzeichen XY … Ungelöst”

Offenbach (ost)
Gemeinsame Mitteilung der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und des Polizeipräsidiums Südosthessen
Kalter Fall: Mordfall in Offenbach am Main aus dem Jahr 2002
Aufruf zur Fahndung bei “Aktenzeichen XY … Ungelöst”
Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Polizeipräsidium Südosthessen suchen nach Zeugen und Hinweisen auf den oder die Täter in einem bisher ungeklärten Mordfall aus dem Jahr 2002.
Am 23.11.2002 wurde der damals 33-jährige Miljan Grujicic im Hinterhof der von ihm betriebenen Diskothek “Madonna” in Offenbach am Main durch mehrere Schüsse getötet. Die umfangreichen Ermittlungen, die unmittelbar nach der Tat durchgeführt wurden, führten nicht zu einem belastbaren Tatverdacht gegen eine bestimmte Person, so dass das Ermittlungsverfahren im Jahr 2003 eingestellt wurde.
Rund zwanzig Jahre nach der Tat, im Sommer 2022, gingen bei der Polizei verschiedene Hinweise ein, die zur Wiederaufnahme der Ermittlungen führten. Nach den aktuellen Erkenntnissen handelt es sich bei der Tat um einen geplanten Auftragsmord, für den zwei mögliche Motive im Raum stehen: Der Mord könnte entweder aufgrund eines Streits über mögliche Drogenhandelsgeschäfte des Opfers erfolgt sein. Es ist jedoch auch möglich, dass der Mord mit einer Schießerei in Montenegro aus dem Jahr 1990 in Verbindung steht, an der das Opfer selbst beteiligt gewesen sein soll.
Nach kriminaltechnischen Erkenntnissen handelt es sich bei der mutmaßlichen Tatwaffe um eine jugoslawische Crvena Zastava, Modell Nummer 67 oder 70. Ihr Verbleib ist unbekannt.
Der Mordfall wurde am Mittwochabend (14.02.2024) den Zuschauern der ZDF Fernsehsendung “Aktenzeichen XY” präsentiert. Staatsanwalt Dr. Bonavita und Kriminalhauptkommissar Uli Stenzel erklärten im Gespräch mit Moderator Rudi Cerne weitere Details zu den Hintergründen der Ermittlungen.
Nach der Sendung gingen rund 20 Hinweise im ZDF-Studio in München und beim Polizeipräsidium Südosthessen ein. Die Auswertung der Hinweise dauert an. Jeder Hinweis wird verfolgt, um den Mord, über zwanzig Jahre nach der Tat, doch noch aufzuklären.
Um sachdienliche Hinweise zur Ergreifung und Festnahme des Täters oder der Täterin zu erhalten, hat die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main eine Belohnung in Höhe von EUR 10.000,- (in Worten: zehntausend Euro) ausgesetzt.
Das Fahndungsplakat ist der Pressemitteilung beigefügt. Es enthält unter anderem einen QR-Code, über den man auf ein Hinweisportal gelangt. Weitere Einzelheiten zur Belohnung sind auch auf der Website des Bundeskriminalamts veröffentlicht:
https://www.bka.de/DE/IhreSicherheit/Fahndungen/Personen/UnbekanntePersonen/Mord_MG_Offenbach/Sachverhalt.html
Informationen zur Eingreifreserve:
Die Eingreifreserve wurde im April 2000 gegründet und besteht aus einem Leitenden Oberstaatsanwalt (Abteilungsleiter), drei Oberstaatsanwältinnen / Oberstaatsanwälten, sieben Staatsanwältinnen / Staatsanwälten und einem Sekretariat. Sie ist eine eigenständige Abteilung der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main.
Die Eingreifreserve unterstützt die Staatsanwaltschaften der Landgerichte in verfahrensbezogener Hinsicht. Über den Einsatz der Eingreifreserve entscheidet der Generalstaatsanwalt durch Zuweisung von Ermittlungsverfahren nach § 145 Abs. 1 GVG.
Die Schwerpunkte der Arbeit der Eingreifreserve liegen in den folgenden Deliktsbereichen:
Bei Rückfragen zu dieser Mitteilung wenden sich Medienvertreter bitte an die Pressestelle der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main (presse@gsta.justiz.hessen.de oder 069 1367 – 3948).
Offenbach, 15.02.2024, Pressestelle, Felix Geis
Kontakt:
Polizeipräsidium Südosthessen
– Pressestelle –
Spessartring 61
63071 Offenbach am Main
Telefon: 069 / 8098 – 1210 (Sammelrufnummer)
Thomas Leipold (lei) – 1201 oder 0160 / 980 00745
Felix Geis (fg) – 1211 oder 0162 / 201 3806
Jennifer Mlotek (jm) – 1212 oder 0152 / 090 22567
Claudia Benneckenstein (cb) – 1214 oder 0152 / 066 23109
Alexander Schlüter (as) – 1223 oder 0162 / 201 3290
Fax: 0611 / 32766-5014
E-Mail: pressestelle.ppsoh@polizei.hessen.de
Homepage: http://www.polizei.hessen.de/ppsoh
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Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf aktuellen Blaulichtmeldungen des Presseportals und wurde automatisch erstellt.








