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Darmstadt: Carfreitag – Kontrolltag in Hessen

Der „Carfreitag“ hat sich als Treffpunkt für Autoliebhaber etabliert. Die hessische Polizei setzt hochspezialisiertes Personal und moderne Technik ein, um gefährliche Verhaltensweisen zu bekämpfen.

Foto: unsplash

Darmstadt (ost)

Der Karfreitag hat in den letzten Jahren bei Autofans, insbesondere bei Tunern, als „Carfreitag“ an Popularität gewonnen – ein fest etablierter Termin für Treffen und gemeinsame Ausfahrten. Allerdings führt dieser Tag auch immer wieder zu problematischem und gefährlichem Verhalten, wie illegalem Tuning, lautem „Autoposing“ und sogar Raserei sowie illegalen Autorennen. Um solchen Auswüchsen entgegenzuwirken, geht die hessische Polizei seit Jahren konsequent vor. Mittlerweile ist der „Carfreitag“ zu einem bundesweiten Kontrolltag geworden.

Die hessische Polizei setzt für diese Kontrollen hochqualifiziertes Personal und moderne digitale Videotechnik ein. In den sieben hessischen Polizeipräsidien, unterstützt von der Bereitschaftspolizei, waren rund um den „Carfreitag“ 237 Einsatzkräfte im Einsatz. Die durchgeführten Maßnahmen umfassten unter anderem zahlreiche Geschwindigkeitskontrollen an verschiedenen Stellen sowie gezielte Fahrzeugüberprüfungen. Auch verdeckte Ermittler und Tuning-Experten waren im Einsatz. Insgesamt wurden in Hessen 936 Fahrzeuge überprüft. Dabei wurden 36 Straftaten und 1266 Ordnungswidrigkeiten festgestellt, und in 21 Fällen wurde den Fahrern die Weiterfahrt untersagt.

Als negativer Spitzenreiter wurde ein Auto erfasst, das bei einer erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h mit 208 km/h auf einer Bundesautobahn außerhalb geschlossener Ortschaften gemessen wurde. Landesweites Konzept zur Bekämpfung von gefährlichem Rasen In Hessen liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von gefährlichem Rasen und illegalen Autorennen. Dafür wurden spezialisierte Kontrollgruppen eingerichtet, die auch neue zivile Videofahrzeuge einsetzen, um riskantes Fahrverhalten und illegale Rennen zu dokumentieren und zu verfolgen. Im letzten Jahr wurden in Hessen 403 Anzeigen wegen verbotener Kraftfahrzeugrennen gemäß § 315 d StGB erstattet, 2024 waren es 267 Anzeigen.

Innenminister Roman Poseck erklärte: „Raser und Profilierungsfahrer stellen eine erhebliche Gefahr für die Sicherheit auf unseren Straßen dar. Mit ihrem rücksichtslosen und egoistischen Fahrstil bringen sie andere Verkehrsteilnehmer teilweise sogar in Lebensgefahr. Illegale Autorennen sind keine Bagatellen, sondern Straftaten mit hohem Risiko für Unbeteiligte. Daher ist konsequentes Handeln der Polizei umso wichtiger. Im vergangenen Jahr hat die hessische Polizei 403 Anzeigen wegen verbotener Kraftfahrzeugrennen aufgenommen, über 50 Prozent mehr als im Jahr 2024. Die Polizei geht entschieden gegen Kraftfahrzeugrennen vor; immer mehr dieser gefährlichen Taten werden aufgedeckt und verfolgt. Wir werden den Kontrolldruck aufrechterhalten. Unser klares Ziel ist es, die Straßen Hessens für alle Verkehrsteilnehmer so sicher wie möglich zu machen. Mein besonderer Dank gilt den vielen hunderten Einsatzkräften der Polizei, die täglich mit großem Engagement für die Sicherheit auf unseren Straßen sorgen. Ihre Arbeit ist unverzichtbar für die Verkehrssicherheit in unserem Land.“

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Hessen im Jahr 2023 zeigt insgesamt 145.422 Unfälle. Davon waren 19.527 Unfälle mit Personenschaden, was 13,43% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.914 Unfälle aus, was 4,75% ausmacht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.164 Fällen registriert, was 0,8% entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 117.817, was 81,02% ausmacht. Bezogen auf die Ortslage gab es 14.839 Unfälle innerorts (10,2%), 7.577 Unfälle außerorts (5,21%) und 3.013 Unfälle auf Autobahnen (2,07%). Die Anzahl der Getöteten betrug 188, die Schwerverletzten waren 3.537 und die Leichtverletzten beliefen sich auf 21.704.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 145.422
Unfälle mit Personenschaden 19.527
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 6.914
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.164
Übrige Sachschadensunfälle 117.817
Ortslage – innerorts 14.839
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 7.577
Ortslage – auf Autobahnen 3.013
Getötete 188
Schwerverletzte 3.537
Leichtverletzte 21.704

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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