Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Darmstadt: ZOLL prüft südhessische Baubranche

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamtes Darmstadt führte gestern eine bundesweite Schwerpunktprüfung in der südhessischen Baubranche durch. Es wurden 73 Personen befragt und 16 Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Musterbild Zoll
Foto: Presseportal.de

Darmstadt (ost)

Am gestrigen Tag führte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamtes Darmstadt eine risikoorientierte bundesweite Schwerpunktprüfung in der südhessischen Baubranche durch. Etwa 100 Zollbeamte überprüften vor allem die Einhaltung des Mindestlohns und der sozialversicherungsrechtlichen Verpflichtungen, den Aufenthaltsstatus von ausländischen Arbeitnehmern sowie den unrechtmäßigen Bezug von Sozialleistungen.

Im Rahmen der Schwerpunktaktion wurden insgesamt 73 Personen zu ihren Arbeitsverhältnissen befragt und es wurden acht Überprüfungen von Geschäftsunterlagen eingeleitet. In jeweils sieben Fällen gab es Hinweise auf Unterschreitungen des Mindestlohns und Beitragsvorenthaltungen. Darüber hinaus wurden in zehn Fällen Hinweise auf unrechtmäßige Beschäftigung von Ausländern festgestellt.

Vor Ort leitete der ZOLL bereits 16 Ermittlungsverfahren ein, unter anderem wegen des Verdachts auf Meldeverstöße, Beitragsvorenthaltung und illegalen Aufenthalts. Die Ermittlungen zu diesen Fällen dauern noch an.

Zusätzliche Information

Die FKS führt regelmäßig bundesweite Schwerpunkt- und Sonderprüfungen auf Grundlage eines risikoorientierten Prüfungsansatzes durch. Diese koordinierten Prüfungen sind ein wichtiges Mittel zur Verringerung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung und tragen zusätzlich zur flächendeckenden Aufdeckung und Bestrafung von Verstößen bei. In den Branchen Dachdecker, Elektro, Gerüstbau sowie Maler und Lackierer gelten branchenspezifische Mindestlöhne. In allen anderen Branchen des Baugewerbes gilt der gesetzliche Mindestlohn, der seit dem 1. Januar 2026 bei 13,90 Euro pro Stunde liegt.

Quelle: Presseportal

Karte für diesen Artikel

nf24